Lüdinghausen
Putzen für die Meistersause

Mittwoch, 20.10.2010, 12:10 Uhr

Herbern - Nachdem das geplante Autocross-Rennen des AC Vellern Ende August bereits wegen Dauerregens abgesagt wurde, schien es auch am vergangenen Wochenende so, als ob Petrus kein Autocrosser sei. Pünktlich zum Eintreffen der ersten Rennfahrzeuge am Freitag setzte wieder der Regen ein. Bis zur Veranstaltung am Sonntag hatten die Vellerner die Piste aber so präpariert, dass das Saisonfinale - wenn auch unter erschwerten Bedingungen - stattfinden konnte.

Ralf Eidecker vom MSC Herbern festigte mit seinem fünften Tagesrang den vierten DM-Platz der Serientourenwagenklasse bis 1800 ccm. Ebenfalls Fünfter wurde der Lüdinghauser Tobias Graf bei den Serientourenwagen über 1800 ccm. Er hatte mit nur zwei Saisonstarts nichts mit dem Ausgang der Meisterschaft zu tun und wurde insgesamt Elfter. Eine glanzvolle Leistung zeigte Marco Westhues, denn trotz häufiger Getriebeprobleme an seinem 1400er Golf darf sich der Walstedder Vizemeister 2010 nennen. Auf dem vierten Platz der Deutschen Autocross-Meisterschaft folgte Vereinskollege Dominik Jagilski.

Matthias Hölscher freute sich nicht nur über den erneuten Klassensieg der 1800er Spezialtourenwagenklasse. Er verwirklichte seinen Traum und trat als Deutscher Meister die Heimreise an. Markus Rausch verbuchte die Punkte für Platz zwei auf seinem Konto. Mit nur zwei Saisonstarts eroberte er sich den sechsten DM-Rang.

Wenngleich mit MSC-Fahrer Marc Goltz der Meister der 1150er Spezialcrosser bereits vorm letzten Rennen feststand, gab es für Karsten Wesp noch eine harte Nuss zu knacken. Er musste unbedingt punkten, um sein persönliches Ziel zu erreichen. Alles lief perfekt, und auch Wesp wurde Vizemeister der Klasse 10.

Doch damit nicht genug, Wesp wollte noch mehr. Wieder lief zunächst alles rund, denn sein ärgster Konkurrent in der Endlauf-Meisterschaft der Spezialcrosser war erst gar nicht angetreten. Doch dann stockte den Fans an der Strecke der Atem: An dritter Stelle liegend, gab Wesps Spezialcrosser Rauchzeichen ab, und für einen Moment sah es so aus, als ob es das Aus bedeutete. Doch Wesp konnte sich gerade noch über die Ziellinie retten - und das Team Wesp wurde Deutscher Endlauf-Meister der Spezialcrosser.

Vom Meistertitel der Supertourenwagenklasse durfte das Chaos Racing Team mit Sebastian Willmer in diesem Jahr nur träumen, doch Willmer beendete die Saison mit einem Klassensieg und katapultierte sich damit auf dem dritten Platz der Deutschen Meisterschaft. Ihm folgt Oliver Schütte auf dem vierten DM-Rang.

Daniel Eidecker konnte sich am letzten Renntag nicht mehr wehren, da er im ersten Lauf einen Kupplungsschaden beklagt hatte. Er wurde Sechster in der Meisterschaft. Den achten DM-Platz belegt mit Monika Scheer das Team DE West Motorsport. Daniel Krieter nutzte die Gunst der Stunde, gab alles und fuhr mit einem zweiten Tagesplatz sein bestes Saisonergebnis ein. Sein Ziel, unter die ersten Drei zu gelangen, verpasste Krieter nur knapp. Aber der Jugendklasse-Fahrer freute sich auch über den vierten DM-Platz.

In der Kategorie der jüngeren Jugendklasse-Teilnehmer ab 14 Jahren bewährte sich Marcel Schoppmann in seinem ersten Autocross-Jahr auf Anhieb in Meisterschaftsrängen. Der junge Herberner freute sich mächtig über den vierten DM-Platz.

Einige MSC-Fahrer waren am Sonntag nicht am Start, dennoch behaupteten sie ihren Platz in der Meisterschaft. So wurde Sven Anuth Achter in der kleinen Serienklasse, Kevin Klein Elfter der 1800er Serie und Daniel Klick in der großen Serienklasse Fünfter. Christian Brass kam auf den vierten Rang der Spezialcrosser bis 1600 ccm, und Christopher Mandel erreichte Platz 13 der 1150er Klasse.

Nun steht für die Piloten nur noch die Siegerehrung des Deutschen Rallye Cross Verbandes an. Sie findet am Samstag in Harsewinkel statt. Bis dahin muss Karsten Wesp noch eine Putz- und Flickstunde einlegen. Die Endlaufmeister haben die Ehre, ihre Fahrzeuge auf dem großen Siegerpodest auszustellen.

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