Lüdinghausen
Routinier vor junger Amazone

Dienstag, 31.05.2011, 06:05 Uhr

Ascheberg - Es rappelte ordentlich beim abschließenden M*-Springen des Ascheberger Reitturniers am späten Sonntagnachmittag. In einer dreifachen Kombination mit kurzer Distanz auf das folgende Hindernis klapperten viele Stangen gen Rasen. Doch nach dem 17. Ritt stand das Stechen fest.

Insgesamt blieben fünf der 31 Starter im Umlauf fehlerfrei und qualifizierten sich für den Stechparcours. Bei Sarah Rengshausen vom RV Lützow Selm-Bork-Olfen blieb das Holz im Stechen in 44,22 Sekunden zwar in der Auflage liegen, doch für Michael Hagemann war sie nicht schnell genug unterwegs. Der Reiter vom RV Appelhülsen blieb mit seinem Bootsmann fehlerfrei in 40,25 Sekunden. Der Routinier schnappte der jungen Amazone somit den Sieg vor der Nase weg. Auf Rang drei kam Pia Gorschlüter vom RV Albachten mit Lanciano.

Hagemann war in dieser Prüfung mit drei Pferden an den Start gegangen. Die anderen beiden platzierte er auf Rang sechs und sieben. Florian Karns vom RV Seppenrade ritt mit Frankie Fredericks auf den achten Platz. Aus Sicht des Gastgebers war der Fehler von Damaris Fallenberg im Umlauf besonders schade. Nachdem sie eine schöne Runde gezeigt hatte, kassierte sie am letzten Oxer einen Fehler. Die Thekenbelegschaft und die Zuschauer kommentierten dies mit einem lauten „Ooh“.

Ruhiger ging es in der Reithalle zu. In einer M*-Dressur schwebten die Bewegungskünstler durch die Halle. Gudrun Kurzhals vom RV Drensteinfurt zeigte auf Donovan Immo die harmonischste Vorstellung: Wertnote 7,6. Turnierschleifen sind dem Fuchs jedoch offenbar suspekt, bei der Siegerehrung war er nicht zu den gratulierenden Richtern zu bewegen. Annika Bloem vom RV Bösensell wurde mit Royal Dancer und der Wertnote 7,3 Zweite, die weiße Schleife ging nach Lienen an Vera Löpmeier. Rot dekoriert durfte Kathrin Niehues vom RV Seppenrade Freddy nach Hause kutschieren. Sie bekamen die Wertnote 6,8.

Am Sonntag gewann Lena Nopto vom RV Seppenrade mit Amelie eine Dressurreiterprüfung der Klasse A mit der Wertnote 7,5. Sina Oesteroth vom RV Ascheberg siegte in einer Pony-Springprüfung der Klasse A** mit Ronja und platzierte sich noch mit Amy. In einem A*-Stilspringen hatte Vereinskollegion Carina Preun mit Al Amparo und der Wertnote 8,0 die Nase vorn. Alina Benning (RV Lüdinghausen) sicherte sich in einem Stilspringwettbewerb der Klasse E mit Avec Le Vainqueur die Siegerschleife (7,8).

Gut besucht war das Turnier des RV St. Hubertus am Sonntagnachmittag. „Wir liegen in Ortslage, so kommen viele mal gucken und trinken hier Kaffee“, erklärte der erste Vorsitzende Martin Fallenberg. Nach drei Turniertagen und 500 Kubiklitern Wasser auf Abreite- und Springplatz war der Gastgeber sehr zufrieden. Besonders beeindruckt haben ihn am Sonntag die 65 Ponys auf dem Abreiteplatz. Im Mannschaftsreiterwettbewerb gingen 13 Equipen an den Start, dementsprechend wuselig war es vor dem Dressurplatz.

Am Ende des Turnierwochenendes gab es drei besondere Ehrungen. Martin Fallenberg bedankte sich beim „Isenbart von Ascheberg“. Gemeint war Antonius Hattrup, der seit Jahrzehnten souverän die Ansage auf dem Turnier übernimmt. Bürgermeister Dr. Bert Risthaus überreichte der erfolgreichsten Ponyreiterin des Vereins, Lea Steinhoff, und der erfolgreichsten Reiterin, Birgit Baumhöver, je einen Sonderpreis der Gemeinde Ascheberg.

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