Lüdinghausen
Souveräne Deutsche Meister

Montag, 06.06.2011, 10:06 Uhr

Seppenrade - Das ist Fliegerglück : Bevor am frühen Sonntagmorgen kurz der Regen kam, war der letzte Wertungsflug der 22. Deutschen Meisterschaften im Ultraleichtfliegen (UL) beendet. Die Piloten konnten vom vorigen Donnerstag bis zum Sonntag alle Prüfungen rund um den Flugplatz Borkenberge bei herrlichem Wetter absolvieren. Weil die Borkenberge Gesellschaft (BBG) als Gastgeber für sehr gute Bedingungen gesorgt hatte, erlebten die insgesamt 16 Teams in den drei UL-Klassen schöne Titelkämpfe. „Das war eine runde Sache“, atmeten Organisationsboss Michael Kania und BBG-Geschäftsführer Gisbert Alfing nach dem Stress der vergangenen Tage kräftig durch.

Veranstalter der Meisterschaften waren der Deutsche Aero-Club (DAeC) und der Deutsche Ultraleichtflug-Verband (DULV). 16 Teams und Einsitzer gingen in die Luft: sieben bei den Trikes, sieben bei den Dreiachsern und zwei bei den Tragschraubern. Letztere waren zum ersten Mal dabei - und voraussichtlich nicht zum letzten Mal. „Das war eine gute Sache“, betonte Wolfgang Lintl aus Bremen vom DAeC bei der Siegerehrung.

Die Piloten mussten sich nicht qualifizieren, das Leistungsspektrum reichte „vom mehrfachen Meister bis zum blutigen Anfänger“, so Kania. „Die Leistungen waren spitze. Auch die unerfahrenen Piloten haben alles gegeben“, lobte der UL-Referent der Borkenberge Gesellschaft. Sechs Wertungsflüge mussten die Piloten absolvieren. Neben den Ziellandungen zum Auftakt am Donnerstag und zum Abschluss am Sonntag starteten die Teilnehmer am Freitag und Samstag zu jeweils zwei Prüfungen, bei denen in erster Linie Navigationsaufgaben bewältigt werden mussten. Für Draufgänger war bei diesen Wettbewerben kein Platz.

Als Deutscher Meister bei den Trikes wurden erwartungsgemäß Viktor Wyklicky aus München und Co-Pilot Sven Harsch ausgezeichnet. „Auf einem so großen Platz waren wir bei Meisterschaften noch nie“, sagte Wyklicky. „Es war erstaunlich, dass die Wertungsflüge, vor allem die Ziellandungen, so gut in den Betrieb inte­griert werden konnten.“

Wyklicky und Harsch kamen auf 3360 Punkte. Zweite wurden Robert Mayr/Dietmar Spekking mit 2544 Punkten vor Ulrich Hahn/Wolfgang Pichel mit 1814 Punkten. Es folgten Richard Krüger-Sprengel (1329), Klaus Wehrmann/Christoph Wehrmann (567), Detlef Oltmanns/Michaela Oltmanns (455) und Jens Hicken (0).

Mit großem Vorsprung siegten Christian Frey und Jens Oertel bei den Dreiachsern. Sie sammelten 2352 Punkte. Auf Platz zwei folgten mit 1672 Punkten Wilfried Kulik und Michael Kania (LSV Dülmen), der als Co-Pilot aushalf. Auf Rang drei bis sieben landeten Gunter Klein (1660), Hermann Viefhues (1596), Ernst-Thomas Wagner/Roland Dworschak (1584), Patrick Rudolph/Peter Rudolph (1405) und Jens-Andreas Barth (416).

Zwei Flieger starteten bei den Tragschraubern. Frank Dahlenberg aus Bremen und Johannes Lemburg (3700 Punkte) gewannen mit deutlichem Abstand vor Klaus Zinser/Sandra Richter (746).

Lintl richtete noch einen Appell an die DM-Teilnehmer: „Gebt die Fröhlichkeit, die Ihr selbst hattet, Euren Fliegerkollegen mit.“ Eine Meisterschaft sei nichts Gefährliches, erklärte der Funktionär­. „Der Wettbewerb macht Spaß und ist eine große Herausforderung. Und man lernt etwas.“

Nachdem die Borkenberge Gesellschaft zum ersten Mal eine UL-Meisterschaft ausgerichtet hatte, waren die Verantwortlichen platt. „Das war eine Riesenanstrengung“, sagte Kania. „So schlecht geschlafen wie in den letzten Tagen habe ich seit Jahren nicht mehr.“ Alfing betonte, dass alle Vereine der BBG „gut mitgezogen“ hätten, allen voran der LSC Recklinghausen und LSV Dülmen.

Am letzten Juli-Wochenende feiert die BBG ihr 80-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür.

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