Westfalenliga fest im Visier
SV Herbern und Davaria Davensberg mischen oben mit / Alle Neuzugänge schnell etabliert

Davensberg/Herbern -

Sollte es in Ascheberg einen neu­tralen Fußballfan geben, der sich gerne Landesliga-Spiele anschaut, er hätte in dieser Saison seine helle Freude. Der SV Herbern und SV Davaria Davensberg mischen in der Staffel 5 oben mit. Und wenn die beiden Ortsrivalen in der Rückrunde nicht noch wider Erwarten einbrechen, dürfen sie auf ein großes Saisonfinale hoffen. Aufgrund der Spielklassenreform wird nicht nur der Meister aufsteigen. Die Zahl der Hochrücker richtet sich nach der Zahl der Absteiger aus höheren Klassen. Christian Bentrup geht von drei Aufsteigern aus. „So groß wie dieses Jahr wird die Chance auf den Aufstieg nie wieder sein“, sagt der Herberner Trainer.

Donnerstag, 08.12.2011, 12:12 Uhr

Fest steht: Sowohl Herbern als auch Davensberg haben die Westfalenliga nach der Hinserie fest im Visier. Der SVH liegt als Tabellenzweiter, punktgleich mit Spitzenreiter RW Mastholte, blendend im Rennen. Auch die Davaren haben als Tabellen-Sechster mit nur fünf Punkten Rückstand auf das Führungsduo noch alle Möglichkeiten. „Ich glaube, dass die sechs Mannschaften, die jetzt oben stehen, das Rennen unter sich ausmachen werden“, sagt SVD-Coach Ismail Atalan.

Zum Rückrundenauftakt am Sonntag spielen Herbern in Oestinghausen und Davensberg in Meschede. Fortgesetzt wird die Meisterschaft dann nach der Winterpause am 18. März.

Logisch, dass Bentrup nach der ersten Halbserie nichts zu meckern hat. „Die ist überraschend gut für uns gelaufen“, meint der SVH-Verantwortliche. Seine Truppe hat nur zwei Mal verloren: 0:1 in Mastholte und 0:2 gegen den SV Hüsten 09. „Wir sind super gestartet und hatten dann einen kleinen Hänger – aber nur von den Ergebnissen her, nicht von der Spielweise.“ Die Liga sei extrem ausgeglichen. Zufrieden ist Bentrup auch mit dem Neuzugängen . Benedikt Schlupp und Damian Manka „haben gezeigt, dass sie echte Verstärkungen sind“. Auch die ehemaligen A-Junioren hätten nicht enttäuscht. „Sie brauchen noch Zeit, aber wir haben jetzt deutlich mehr Alternativen als letztes Jahr“, sagt Bentrup. „Und wir haben noch reichlich Potenzial“, hofft der 48-Jährige aus Hamm nach der Winterpause auf die Rückkehr von Steffen Kramer, Timmy Schütte und Daniel Wilcock.

„Wir haben eine super Ausgangsposition für die Rückrunde“, weiß Bentrup. „Wir wollen versuchen aufzusteigen. Wenn es nicht klappt, ist das aber kein Drama.“

Nicht ganz so euphorisch wie sein Trainerkollege bewertet Atalan die Hinrunde. „Wir haben 26 Punkte und sind auf Tuchfühlung zum Tabellenführer. Damit können wir leben“, meint der 31-Jährige. Was ihn stört: „Wir hatten einige Schwankungen. Wir haben es nicht geschafft, richtig Konstanz reinzubekommen.“ Ein Grund dafür seien auch die Personalsorgen mitten in der Hinserie gewesen, als wichtige Spieler wie Jakob Bensch, Rashid Hassanzadeh, Serdar Atalan und Masen Mahmoud regelmäßig ausfielen. „Dadurch konnten wir uns nie richtig einspielen“, klagt Atalan.

Drei Partien haben die Davaren verloren: 0:4 in Neheim, 1:3 in Beckum und 1:4 gegen Horn. „Außer gegen Neheim haben wir alle Spiele leichtsinnig abgegeben. Ansonsten waren wir immer mindestens ebenbürtig. Wir können mit jeder Mannschaft mithalten“, meint Atalan.

Von den Neuzugängen hat Waldemar Klemke den Trainer am meisten überzeugt. Der Übungsleiter lobt: „Er hat sich auf der linken Seite zu einem Führungsspieler entwickelt.“ Das sind Alejandro Gomez, Aljoscha Kottenstedde und Rojhat Atalan noch nicht, gut eingefügt haben sie sich trotzdem. Große Stücke hält Atalan auf Kevin Krämer, der aber häufig fehlte.

Für die Rückrunde formuliert der Trainer ein klares Ziel: „Wir wollen oben mitspielen. Wir peilen den ersten Platz an – nicht den zweiten oder dritten.“ Ob der Verein einen Aufstieg stemmen könnte, bleibt abzuwarten. Auch weil diese Frage ungeklärt sei, habe er seinen Vertrag noch nicht verlängert, so Atalan.

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