Badminton-Bundesliga
Hochspannung in der Spitzengruppe

Lüdinghausen -

Union Lüdinghausen verlor das Bundesliga-Spitzenspiel in Mülheim mit 2:4 und damit die Tabellenführung. „Wir hatten diesmal auch ein bisschen Pech“, erklärte Teammanager Michael Schnaase.

Freitag, 05.10.2012, 11:10 Uhr

Badminton-Bundesliga : Hochspannung in der Spitzengruppe
In der Verlängerung des ersten Satzes verloren Selena Piek (vorne) und Karin Schnaase in Mülheim. Sie mussten sich im Damendoppel in zwei Durchgängen geschlagen geben. Foto: chrb

Ein Trio dominierte in den vergangenen Jahren die Badminton-Bundesliga. Berlin, Bischmisheim und Beuel spielten die deutsche Meisterschaft unter sich aus. Seit zwei Jahren muckt Union Lüdinghausen auf, aufgeweicht wird die Vorherrschaft der drei „großen B“ aber erst in dieser Saison. Neben Lüdinghausen mischen auch der 1. BV Mülheim und 1. BC Düren vorne mit. Die sechs Teams kommen für einen der drei ersten Plätze, die für die Play-Off-Runde berechtigen, infrage.

Der SC Union verlor am Mittwoch das Spitzenspiel in Mülheim mit 2:4 und damit die Tabellenführung. „Wir hatten diesmal auch ein bisschen Pech“, erklärte Teammanager Michael Schnaase . Dabei wirkte sich der Ausfall des verletzten Niederländers Ruud Bosch gar nicht mal negativ aus. Union gewann sowohl das Herrendoppel mit Josche Zurwonne und Ersatzmann Vladislav Druzhchenko als auch das Mixed mit Selena Piek und Ersatzmann Zurwonne. Deutlich mehr schmerzte den Gästen der Ausfall des ebenfalls verletzten Endra Kurniawan, denn Druzhchenko unterlag im zweiten Herreneinzel gegen Alexander Roovers. „Er hat sein Bestes gegeben, aber Endra hätte dieses Spiel sicherlich gewonnen“, meinte Schnaase.

Eng waren das erste Einzel und das Damendoppel. Union-Spitzenspieler Yuhan Tan verlor in dem einzigen Drei-Satz-Match des Tages gegen den Ukrainer Dmytro Zavadsky. „Im dritten Satz stand es 19:19 bei Aufschlag Yuhan Tan. Da kann man auch gewinnen“, ärgerte sich Schnaase. Im Damendoppel verloren Karin Schnaase und Piek in zwei Durchgängen, davon im ersten mit 20:22.

Im Dameneinzel musste sich Karin Schnaase der Niederländerin Judith Meulendijks mit 19:21, 16:21 geschlagen geben. „Das war ein offenes Spiel“, sagte Michael Schnaase. „Meulendijks hat aber verdient gewonnen. Sie ist im Moment in der Bundesliga die Beste im Dameneinzel.“

Und sie ist auch in der Tabelle mit Mülheim die Nummer eins. Union ist auf den vierten Rang zurückgefallen. Die ersten beiden Saisonniederlagen innerhalb von fünf Tagen – am Samstag verlor Lüdinghausen mit 2:4 in Bischmisheim – machen Michael Schnaase nicht nervös. „Wir stehen einen Punkt hinter dem Dritten, das ist noch gut machbar.“ In der Hinrunde spielt Union noch beim 1. BC Düren (28. Oktober) und gegen den TV Refrath. „Das sind zwei schwere Spiele, aber wir wollen beide gewinnen“, betont Schnaase.

In der Rückrunde gastieren Bischmisheim, Beuel, Mülheim und Düren in Lüdinghausen. „Das ist ein Vorteil für uns“, sagt der Union-Verantwortliche. „Zu Hause ist die Mannschaft einfach noch stärker – und seit eineinhalb Jahren ungeschlagen.“ Das Rennen um die drei Play-Off-Plätze verspricht in jedem Fall Spannung. Schnaase sagt: „Ich glaube, das wird erst am letzten Spieltag entschieden.“

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