Grasbahnrennen des AMSC Lüdinghausen
Eiskalter Senkrechtstarter

Lüdinghausen -

Der Sieger in der Königsklasse war an Christi Himmelfahrt beim 74. Internationalen Westfalenringrennen des AMSC Lüdinghausen auf und neben der Grasbahn die große Show. Und er versprach, im nächsten Jahr wiederzukommen.

Freitag, 10.05.2013, 20:05 Uhr

Selbstbewusster Strahlemann: So präsentierte sich Martin Smolinski (Mitte) nach dem Sieg bei seiner Westfalenringpremiere vor Enrico Janoschka (l.) und Bernd Diener.
Selbstbewusster Strahlemann: So präsentierte sich Martin Smolinski (Mitte) nach dem Sieg bei seiner Westfalenringpremiere vor Enrico Janoschka (l.) und Bernd Diener. Foto: rau

Wie cool ist der denn? In den letzten zwei Runden des Finallaufes bei den Internationalen Solisten musste sich Martin Smolinski gegen heftige Attacken seines Verfolgers Enrico Janoschka zur Wehr setzen. Mit Nerven wie Drahtseile parierte Smolinski bis auf den letzten Metern alle Angriffe und riss erst einmal sein Motorrad in die Höhe, während er als Erster über die Ziellinie fuhr.

Der Sieger in der Königsklasse war an Christi Himmelfahrt beim 74. Internationalen Westfalenringrennen des AMSC Lüdinghausen auf und neben der Grasbahn die große Show. Rund 7000 Schaulustige waren am Donnerstag an das 1000-Meter-Rennoval gepilgert. Der Ausfall von Lokalmatador Christian Hülshorst hatte offenbar keinen Einfluss auf die Zuschauerzahl. Nicht nur deshalb genossen die Verantwortlichen des AMSC einen feinen Renntag. Gravierende Stürze blieben aus, und nach dem Regen am Vormittag lachte am Nachmittag während der Läufe die Sonne.

Die Bahnsportfans sahen viele packende Rennen, auch wenn Smolinski bei seiner Premiere auf dem Westfalenring alle drei Vorläufe, sein Halbfinale und das Finale gewann. Janoschka (MSC Schwarme, Zweiter) und Bernd Diener (MSC Werlte, Dritter) waren dem 28-jährigen Speedway-Profi aus Olching in Bayern dicht am Hinterrad. „Es hat riesig, riesig Spaß gemacht. Dickes Kompliment an die Fans und großes Lob an den Veranstalter“, strahlte der selbstbewusste Smolinski nach der Siegerehrung.

Den Bahnrekord knackte aber auch der Senkrechtstarter auf dem Westfalenring nicht. Er musste sich in dieser Extra-Runde sogar dem erfahrenen Diener (125,34 km/h im Schnitt) geschlagen geben. Der Lauf zur Nord- und Süddeutschen Bahnmeisterschaft wurde abgesagt – „auf Wunsch der Fahrer nach dem Regen am Vormittag“, erklärte AMSC-Rennleiter Martin Stucke.

Ein Lokalmatador schaffte am Vatertag den Sprung aufs Siegerpodest. In der Nachwuchsklasse der B-Lizenz-Solofahrer fuhr Jens Benneker auf den dritten Platz. Zweiter war er im Vorjahr geworden. Diesmal reihte sich das AMSC-Talent hinter Sieger Tom Lamek und Jens Buchberger (beide MF Niederelbe) ein.

Weniger gut lief es in der Klasse der Internationalen Seitenwagen für Maik Domscheit und Kristoffer Loch. Das AMSC-Gespann schied wegen technischer Probleme in den ersten beiden Vorläufen aus und trat dann nicht mehr an. Bei den Dreiradartisten beherrschten wieder die Niederländer das Feld. Sie belegten die Ränge eins bis drei. Das Geschwisterpaar William Matthijssen und Nathalie Stellingwerf setzte seine grandiose Erfolgsserie in Lüdinghausen eindrucksvoll fort – mit vier Siegen in den vier Läufen. Mit Oliver Wehrle/Peter Lehmann landete ein weiteres AMSC-Team auf Platz vier.

In der offenen Enduro-Klasse bejubelte Thomas Hols seinen siebten Triumph auf dem Westfalenring – mit drei Laufsiegen und einem zweiten Platz. Thilo Günther aus Bielefeld machte dem Seppenrader das Leben aber schwer. Hols wird sicherlich auch im nächsten Jahr wieder starten. Dann will auch Smolinski seinen Premierensieg wiederholen. „Ich glaube, ihr werdet mich im nächsten Jahr wiedersehen“, rief der Bayer den Fans zu.

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