Schach: Ottmarsbocholter sorgt bei Münsterland Open für Sensation
Wie ein Preußen-Sieg gegen Bayern

Senden -

Diese Partie wird der Ottmarsbocholter Josef Beutelhoff so schnell nicht vergessen – und sein Gegner auch nicht. Am zweiten Turniertag besiegte Regionalligaspieler Beutelhoff den ukrainischen Großmeister Felix Levin. Der war danach bedient und zog sich vom Turnier zurück.

Donnerstag, 31.10.2013, 10:10 Uhr

Josef Beutelhoff 
Josef Beutelhoff  Foto: chrb

Schachspieler Josef Beutelhoff gelang bei den Münsterland Open in Senden die erste faustdicke Überraschung des Turniers. Der 63-Ottmarsbocholter, der für den Regionalligisten Schachfreunde Olfen spielt, besiegte am zweiten Turniertag den an Nummer eins gesetzten Großmeister Felix Levin aus der Ukraine. Levin war darauf hin so frustriert, dass er sich vom Turnier zurückzog.

Hatten Sie sich vor der Partie gegen Levin etwas ausgerechnet?

Beutelhoff: Nein, eigentlich nicht. Levin hat eine Elo-Zahl von 2480, meine beträgt 2085. Das ist so, als wenn Bayern München gegen Preußen Münster spielt. Da muss man schon einen sehr guten Tag haben, um eine Aussicht auf einen Punkt zu haben.

Wie haben Sie die entscheidende Phase des Spiels erlebt?

Beutelhoff: Er hat mich an die Wand gedrückt und wollte mich dann möglichst elegant matt setzen. Ich hatte das Spiel auch schon als verloren abgehakt, habe dann aber eine Lücke in der Kombination gesehen. Als er sie dann selbst bemerkte, wurde er aschfahl. Für ihn war die Niederlage furchtbar, weil er nach Senden gekommen ist, um das Preisgeld zu gewinnen. Schließlich verdient er als professioneller Schachspieler damit sein Geld.

Wer ist nach der Aufgabe von Levin Ihr Favorit bei den Münsterland Open?

Beutelhoff: Das ist Hans Werner Ackermann von Hansa Dortmund – ein Jugendfreund von mir, mit dem ich 1963 bei den Weißen Springern Bockum-Hövel gespielt habe, ein Verein, der leider nicht mehr existiert. Hans Werner war im vergangenen Jahr Deutscher Seniorenmeister.

Wo wollen Sie selbst am Ende stehen?

Beutelhoff: Ich möchte schon unter den ersten Zehn landen. Das ist jetzt auch realistisch.

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