Fußballkreis Lüdinghausen
„Das wäre der Anfang vom Ende“

Bezirk Lüdinghausen -

Der Fußballkreis Lüdinghausen will seine ältesten Nachwuchskicker in den größeren Ligen der Nachbarkreise unterbringen. Auf großen Jubel seitens der Vereine stößt er dabei allerdings nicht.

Freitag, 28.02.2014, 07:02 Uhr

Rainer Hattrup 
Rainer Hattrup  Foto: rau

Mit dem Wechsel von Fortuna Seppenrade Richtung Ahaus /Coesfeld gerät der Fußballkreis Lüdinghausen vor allem bei den A-Junioren in arge Personalnot. Daher will der Kreis seine ältesten Nachwuchskicker nun in den größeren Ligen der Nachbarkreise unterbringen (WN berichteten). Was sie davon halten, lautet die Frage am Freitag an die Jugendobleute der heimischen Vereine.

Ralf Hönicke ( Union Lüdinghausen ): Grundsätzlich wäre das für die Jugendabteilungen einiger Vereine, auch von Union Lüdinghausen, sicherlich nicht schlecht, weil es in Ahaus/Coesfeld noch den Direktaufstieg gibt. Andererseits würde durch eine solche Maßnahme das langsame Sterben des Fußballkreises Lüdinghausen wohl noch befördert. Der Verband in Kaiserau könnte dann gegenüber dem Kreis 21 argumentieren: „Seht ihr, ihr könnt ja noch nicht einmal eine eigene Liga für die A-Junioren stellen.“

Christian Arends (VfL Senden): Für mich ist das eine Bankrotterklärung. Eine Ausgliederung der A-Junioren wäre der nächste Schritt hin zur Auflösung des Kreises. Die Mädchen sind ja bereits mit zwei Kreisen zusammengelegt worden. Bald werden bei den Jungen weitere Altersklassen folgen, bis irgendwann nur noch die D-Junioren im Fußballkreis Lüdinghausen spielen . . .

Rainer Hattrup (TuS Ascheberg): Uns wäre es natürlich lieber, wenn der Kreis Lüdinghausen weiterhin eigene Ligen für A-Junioren stellen könnte. Aber der Kreisjugendausschuss hatte die Vereine aufgefordert, jeweils einen favorisierten Nachbarkreis zu nennen. Da sind wir beim TuS noch in der Findungsphase und müssen uns innerhalb des Vereins noch abstimmen.

Jürgen Hölscher (Blau-Weiß Ottmarsbocholt): Bei BWO befürchten viele, dass der Kreis nicht mehr lange durchhält. Für die A-Junioren ist der Wechsel in einen Nachbarkreis natürlich gut, weil sie in einer größeren Liga je nach Stärke der Mannschaft mehr gefordert werden oder nicht an jedem Wochenende eine Klatsche kriegen. Anderseits wäre das für den Fußballkreis Lüdinghausen wohl der Anfang vom Ende.

Toni Brockmeier (SV Herbern): Wir haben gerade angefangen, uns mit der Anfrage des Fußballkreises auseinanderzusetzen und daher vereinsintern noch keine Meinung gebildet. Betroffen sind wir nur mit der A 2, die aktuell in der Kreisliga B spielt. Die erste Mannschaft spielt ja in der Landesliga, und das wird hoffentlich noch lange so bleiben.

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