Badminton: Union Lüdinghausen vor dem großen Finale
Streifzug durch die Bundesliga

Lüdinghausen -

In zwölf Jahren Bundesliga in Folge stand der SC Union Lüdinghausen am Ende der Punkterunde noch nie schlechter als auf Platz sechs und bis zu dieser Saison noch nie besser als auf Rang vier. Ein Streifzug von 2002 bis 2014.

Dienstag, 06.05.2014, 11:05 Uhr

Der Indonesier Yong Yudianto spielte in den Bundesliga-Anfangsjahren von 2002 bis 2006 beim SC Union.
Der Indonesier Yong Yudianto spielte in den Bundesliga-Anfangsjahren von 2002 bis 2006 beim SC Union. Foto: hbm

Der SC Union 08 Lüdinghausen ist seit 2002 ein Dauerbrenner in der Badminton-Bundesliga. Seit dem Aufstieg hat sich der Verein behutsam entwickelt – von einem Kandidaten für die Play-Downs um die Abstiegsplätze zu einem Kandidaten für die Play-Offs um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. So gut wie in dieser Saison hat Union die Erstliga-Normalrunde noch nie abgeschlossen. Besser geht es aber auch nicht: Nach einem Herzschlagfinale schob sich der SCU noch auf den ersten Platz, punktgleich mit dem Zweiten 1. BV Mülheim und dem Dritten 1. BC Beuel.

Damit darf der Klub am kommenden Sonntag (10. Mai) das Finale um die Deutsche Meisterschaft ausrichten. Zu Gast in der Sporthalle des St.-Antonius-Gymnasiums ist ab 14 Uhr der BV Mülheim.

Dass Union mal im Endspiel steht, daran hat in der Steverstadt wohl niemand gedacht beim umjubelten Aufstieg vor zwölf Jahren. Die Bundesliga-Runde beendete Union nie schlechter als auf dem sechsten Platz, aber bis zu dieser Saison auch nie besser als auf Rang vier. Fünf Mal wurden die Münsterländer Sechster, zwei Mal Fünfter, vier mal Vierter und nun Erster.

In die Play-Off-Runde war Lüdinghausen bislang erst einmal eingezogen – in der Spielzeit 2009/10. Bis 2010 spielten die letzten vier Mannschaften der Bundesliga-Tabelle in einer Play-Down-Runde den Absteiger aus. Union musste vier Mal antreten und sicherte jedes Mal bereits im Halbfinale den Klassenerhalt. Drei Mal mussten die Play-Downs nicht gespielt werden, weil sich jeweils ein Verein aus der Bundesliga zurückgezogen hatte.

In den ersten drei Bundesliga-Jahren von 2002 bis 2005 wurde das Union-Team von Juliane Schenk, Oliver Pongratz und dem Indonesier Yong Yudianto angeführt. In der Premieren- Saison 2002/03 landete Lüdinghausen auf dem sechsten Platz von acht Mannschaften. Die Play-Downs fielen aus, weil sich Bayer 05 Uerdingen zurückgezogen hatte – und später auch der BC Eintracht Südring Berlin. In der Saison 2003/04 kletterte Union auf Rang fünf. Im Play-Down-Halbfinale setzte sich die Truppe gegen den VfB Friedrichshafen mit 5:3 und 5:3 durch. Die Saison 2004/05 beendeten die Lüdinghauser auf Platz sechs. Im Play-Down-Halbfinale gewannen sie gegen den PSV Ludwigshafen mit 5:3 und 6:2.

2005 verließ Schenk den SC Union , seitdem bestreitet Eigengewächs Karin Schnaase das Dameneinzel. Neben Pongratz, Yudianto und Co. belegte sie mit ihrem Heimatklub in der Saison 2005/06 den sechsten Platz. Die Play-Downs wurden abgeblasen, weil der PSV Ludwigshafen das Handtuch geworfen hatte. 2006 wechselte Pongratz, neue Nummer eins wurde der Tscheche Petr Koukal. Union erreichte in der Saison 2006/07 erneut den sechsten Platz und behauptete sich im Play-Down-Halbfinale gegen den TSV Neubiberg/Ottobrunn mit 5:3 und 4:4. Danach ging Koukal und wurde durch den Slowenen Luka Petric ersetzt. Die Saison 2007/08 beendete Union auf dem fünften Rang. Im Play-Down-Halbfinale schoss das Team den VfL 93 Hamburg mit 7:1 und 5:3 ab.

2008 kehrte für Petric der Belgier Yuhan Tan zurück. Die Herreneinzel bestritten außerdem der Schwede Kristian Karttunen und der Indonesier Endra Kurniawan. In der Saison 2008/09 wurde Lüdinghausen zum letzten Mal Sechster. Play-Downs wurden nicht ausgetragen, weil sich Fortuna Regensburg zurückgezogen hatte.

Dann ging es aufwärts. In der Saison 2009/10 erreichte Union erstmals den vierten Platz und damit erstmals die Play-Offs. Im Halbfinale schied das Team gegen Bonn-Beuel mit 2:6 und 5:3 aus. Ab der Saison 2010/11 wurden die Play-Downs abgeschafft, es zogen nur noch drei Klubs in die Play-Offs ein und es wurden nur noch sechs statt bislang acht Matches pro Mannschaftsspiel ausgetragen. Tan, Schnaase und Co. wurden wieder Vierte und verpassten damit knapp die Play-Off-Runde. Vierter und damit nur Zuschauer in der Extra-Runde war Lüdinghausen auch in der Saison 2011/12, als die Bundesliga von acht auf zehn Teams aufgestockt wurde, und in der Saison 2012/13, als Union nur hauchdünn hinter dem Dritten BV Mülheim lag.

In der Saison 2013/14 sprang der SC Union Lüdinghausen mit dem neuen indonesischen Spitzenspieler André Kurniawan Tedjono auf den ersten Platz. Jetzt fehlt nur noch der deutsche Meistertitel . . .

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