Countdown zum DM-Finale
Vorfreude und Erinnerungen

Lüdinghausen -

Mit Vorfreude blickt Kai Mitteldorf auf das Badminton-Finale der DM zwischen Lüdinghausen und Mülheim. Der Union-Anhänger weiß, worauf es im Endspiel ankommt. In den 90ern wurde er selbst fünf Mal Deutscher Meister.

Mittwoch, 07.05.2014, 16:35 Uhr aktualisiert: 07.05.2014, 17:42 Uhr
Goldene Erinnerungen – Kai Mitteldorf wirft einen Blick auf „sein“ Berliner Meisterteam, mit dem er in den 90ern sogar den Europacup der Landesmeister gewann.
Goldene Erinnerungen – Kai Mitteldorf wirft einen Blick auf „sein“ Berliner Meisterteam, mit dem er in den 90ern sogar den Europacup der Landesmeister gewann. Foto: mkle

„Im Finale kommt es auf die richtige Balance an“, weiß Kai Mitteldorf , „die Balance zwischen Anspannung und Coolness“. Wie so viele Badminton-Fans fiebert der Lüdinghauser dem Endspiel um die Deutsche Meisterschaft am Sonntag zwischen Union Lüdinghausen und dem BV Mülheim entgegen.

Mitteldorf muss wissen, worauf es in einem DM-Finale ankommt. War er doch zwischen 1993 und 1997 fünf Mal am Stück deutscher Mannschaftsmeister im Badminton. Den Titel gewann er 1993, 1994 und 1995 mit Bayer Uerdingen, in den beiden darauf folgenden Jahren mit Südring Berlin. Das ist zwar schon einige Jahre her, doch für den Lüdinghauser sind die Meisterschaften immer noch sehr lebendig. „Mit der Mannschaft macht es einfach viel mehr Spaß, Meister zu werden als ,nur‘ im Einzel oder im Doppel.“

Ein dickes Fotoalbum und viele gerahmte Bilder zeugen noch von den großen Erfolgen des Kai Mitteldorf. In Lüdinghausen erlernte er das Badmintonspielen, zog aber nach dem Schulabschluss in die weite Badminton-Welt und trainierte professionell im Bundesleistungszentrum in Saarbrücken. Denn Anfang der 90er-Jahre hatte er in der Heimat als einer der besten deutschen Doppelspieler in Ermangelung eines Bundesligateams noch keine sportliche Perspektive.

Drei Jahre schlug Kai Mitteldorf zunächst für den damaligen Erstligisten Bayer Uerdingen auf. „Eine tolle Zeit“, erinnert er sich. Der Teamzusammenhalt war groß, weil die Mannschaft, die vorwiegend aus deutschen Nationalspielern bestand, auch gemeinsam trainierte. Höhepunkte waren für ihn natürlich die Meisterschafts-Endspiele, die vor bis zu 1500 Zuschauern in großen Sporthallen ausgetragen wurden. „Das war schon gigantisch“, erinnert er sich.

Spannend gestalteten sich für ihn aber auch die beiden Jahre beim BSC Eintracht Südring Berlin – denn er war im Team der einzige Deutsche gemeinsam mit zahlreichen ausländischen Spitzenspielern. „Auch wenn wir nur für die Spiele zusammenkamen, hat es riesig Spaß gemacht“, erinnert sich Mitteldorf. Viele Kontakte zu seinen ehemaligen Mannschaftskollegen – vor allen Dingen aus Skandinavien – sind geblieben.

Ein weiterer Höhepunkt war der Sieg im Europacup der Landesmeister 1997. Damals hatte er schon Abschied genommen von Berlin und dem Leistungsstützpunkt Saarbrücken und war wieder nach Lüdinghausen gezogen, um sich seinem Beruf zu widmen. Er verstärkte bereits das Regionalligateam seines Heimatvereins Union 08, als er parallel mit Südring Berlin als erster deutschen Mannschaft die Trophäe gewann. Danach stieg er mit Union zunächst in die zweite Liga auf und 2002 über die Aufstiegsrunde in Senden in die deutsche Eliteklasse.

Natürlich fiebert Kai Mitteldorf dem Finale am Sonntag entgegen, auch wenn er selbst wegen anhaltender Fuß- und Kniebeschwerden kaum noch Badminton spielt. Doch von allen Zuschauern kann er wohl am besten nachvollziehen, welche Magie von einem solchen Endspiel ausgeht. Sein Tipp für das Union-Team: „Das Spiel genießen und nicht so viel Druck an sich ranlassen.“

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