Badminton: Lüdinghausen feiert als Mannschaftsmeister
Party bis weit nach Mitternacht

Lüdinghausen -

Der SC Union Lüdinghausen feierte nicht nur den Titel, sondern auch einen rundum gelungenen Finaltag mit rund 800 Zuschauern. Genießen will der neue Meister den Triumph aber nur kurz – die Planungen für die nächste Saison laufen.

Montag, 12.05.2014, 19:05 Uhr

Ein Selfie mit dem Holländer: Ruud Bosch (vorne) hatte am Sonntagabend Spaß, die Meistertruppe mit seinem Mobiltelefon aufzunehmen.
Ein Selfie mit dem Holländer: Ruud Bosch (vorne) hatte am Sonntagabend Spaß, die Meistertruppe mit seinem Mobiltelefon aufzunehmen. Foto: mkle

Die Kraft reichte noch so gerade bei den Badminton-Spielern und den Abteilungsmitgliedern des SC Union Lüdinghausen , um dem großen Spiel und dem großen Sieg am Sonntagabend noch eine rauschende Party folgen zu lassen. Bis nach Mitternacht feierten sie den ersten deutschen Meistertitel mit der Mannschaft nach dem 4:2-Sieg in eigener Halle gegen den 1. BV Mülheim .

In den beiden Bundesliga-Partien und im Play-Off-Finale hat Union gegen Mülheim in dieser Saison nicht verloren. 3:3 hieß es in der Hinrunde, 4:2 für Lüdinghausen in der Rückserie. „Wir haben das wichtige letzte Spiel in der Punkterunde und jetzt das Finale gegen Mülheim gewonnen. Wir sind verdient Meister geworden, obwohl es knappe Spiele waren“, bilanziert Union-Teammanager Michael Schnaase . „Wir hatten einen guten Endspurt und hatten am Ende vielleicht die besseren Nerven.“

Obwohl der Verein nur vier Wochen Zeit hatte, das Endspiel zu organisieren, lief es vor rund 800 stimmgewaltigen Zuschauern reibungslos über die Bühne. „Das war in der kurzen Zeit ein Kraftakt“, sagt Schnaase, „aber es hat bis auf ein paar Kleinigkeiten alles geklappt – dank der vielen Helfer und der Unterstützung der Stadt.“ Die kleine Halle des St.-Antonius-Gymnasiums mit ihrem biederen Turnhallen-Charme und fehlenden Tribünen ist für ein Spiel dieser Größenordnung allerdings nicht geeignet. „Jetzt hat auch der Letzte gesehen, dass wir in Lüdinghausen eine größere Halle brauchen“, meint Schnaase. „Hier ein solches Event durchzuführen, ist sehr schwierig.“ Der Bürgermeister glaubt aber, dass noch weitere Feiertage dieser Art folgen. „Ich bin mir sicher“, erklärte Richard Borgmann am Sonntag, „dass ein Finale in Lüdinghausen nicht einmalig bleibt, sondern dass wir das in den nächsten Jahren noch öfter erleben werden.“

Der Rathaus-Boss ehrte die Union-Spielerinnen Karin Schnaase und Selena Piek für ihre Medaillen bei den Individual-Europameisterschaften in Russland. Ausgezeichnet vor der schönen Kulisse wurde auch Angelika Klönne. Sie bekam von Bernd Wessels vom Badminton-Landesverband die Leistungsplakette überreicht. Die gibt es für 20 Titel bei Westdeutschen Meisterschaften. Die Union-Spielerin hatte diese Marke schon deutlich überschritten.

Für den SC Union beginnt jetzt die Vorbereitung auf die kommende Bundesliga-Saison. Erste Gespräche mit den Spielern seien geführt, nach der Abteilungsversammlung in der nächsten Woche (Dienstag, 19.30 Uhr im Vereinsheim) werden die Planungen intensiviert, erklärt Michael Schnaase. „Das Gros der Mannschaft wird bleiben, noch ist aber nichts definitiv entschieden“, sagt er. „Bis jetzt stand allein das Finale im Vordergrund. Und in den nächsten Tagen wollen wir erst einmal den Titel genießen.“

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