Volleyball: Sendener Prolingheuer im deutschen Team
Im Nationaltrikot gegen Japan

Senden/Lüdinghausen -

Marvin Prolingheuer hat den Sprung ins deutsche Nationalteam geschafft. Der 23-jährige Bundesligaspieler aus Senden, der bei Union Lüdinghausen seine Karriere begann, befindet sich zurzeit mit dem Kader für zwei Spiele in Japan.

Donnerstag, 26.06.2014, 15:06 Uhr

Marvin Prolingheuer hat den Sprung ins deutsche Nationalteam geschafft.
Marvin Prolingheuer hat den Sprung ins deutsche Nationalteam geschafft. Foto: DVV/Conny Kurth

Marvin Prolingheuer hat es geschafft. Der Bundesliga-Volleyballer aus Senden spielt nun im deutschen Nationaltrikot . Am Mittwoch flog der 23-Jährige mit der elfköpfigen deutschen Mannschaft Richtung Japan , wo sie gegen den Gastgeber die letzten beiden Partien der World League absolvieren wird. Vorerst jedoch ist Prolingheuer „nur“ Perspektivspieler wie die meisten Teilnehmer der Japan-Tour. Einen langfristigen Stammplatz muss sich der gebürtige Sendener noch erkämpfen.

Das Volleyballspiel liegt dem 2,08 großen Diagonalspieler in den Genen. Seine Mutter Elisabeth, in der heimischen Volleyballszene besser als Lilly Prolingheuer bekannt, spielte viele Jahre für die erste Damenmannschaft von Union Lüdinghausen . Sein Vater Horst war bis 2010 Vorsitzender der Volleyballabteilung des ASV Senden.

Dabei war der junge Marvin selbst erst spät mit dem Vereins-Volleyball gestartet. Mit 13 Jahren sattelte er vom Freizeitreiten auf Baggern und Pritschen um und stand von da an mit dem Nachwuchs von Union Lüdinghausen auf dem Parkett. Von nun an ging es nicht nur körperlich in die Höhe. Drei Jahre nach seinem Einstieg bei Union hatte er längst als Talent auf sich aufmerksam gemacht und wechselte aufs Volleyball-Internat nach Frankfurt. Dort wurde er vom Außenangreifer zum Diagonalspieler „umgeschult“ – noch heute spielt der ehemalige Sendener auf dieser Position.

2008 erreichte er mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft das EM-Finale. Ein weiteres Jahr später begann das Abenteuer Bundesliga. Prolingheuer ging zum Moerser SC. Nachdem er dort zuletzt immer öfter auf die Reservebank verbannt worden war, wechselte er drei Jahre später zum Ligakonkurrenten TV Bühl. Genau die richtige Entscheidung: Seitdem steht der lange Ex-Unionist wieder als Stammspieler auf dem Parkett und macht mit seiner Mannschaft den Gegnern in der Bundesliga und im Europapokal das Leben schwer.

Dass ihn nun der Ruf von Bundestrainer Vital Heynen erreichte, wundert Vater Horst Prolingheuer nicht: „Das hatte sich aufgrund der letzten Saison angedeutet“, so der Sendener. „Die ganze Spielzeit war sehr erfolgreich und schön für Marvin.“

Kein Wunder: Der TV Bühl hat sich nicht zuletzt dank des ehemaligen Unionisten als vierte Macht im deutschen Volleyball etabliert und hatte im Europokal unter anderem den haushohen Favoriten aus dem italienischen Cuneo aus dem Wettbewerb geworfen. Am Ende der Saison wählten Fachjournalisten den ehemaligen Sendener zum „Aufsteiger des Jahres“.

So kam der Telefonanruf von Vitali Heynen nicht allzu überraschend. Natürlich freute sich der 23-Jährige dennoch über die Nominierung. „Das ist ein schönes Gefühl. Es ist eine super Truppe und natürlich auch eine Ehre, für sein Land zu spielen“, sagte Marvin Prolingheuer gegenüber den WN.

Am kommenden Montag landet der Flieger aus Japan mit der Nationalmannschaft wieder in Deutschland, am 21. Juli beginnt die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im September in Polen. Doch Marvin Prolingheuer rechnet nicht ernsthaft damit, bei der Vorbereitung und der WM mit dabei zu sein. „Wenn die etatmäßigen Spieler zurückkehren, sind die Chancen relativ gering.“

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Erst einmal freut sich Marvin Prolingheuer nun auf die Spiele in Japan – und auf seinen 24. Geburtstag, den er am Sonntag feiern wird, nach der zweiten Partie gegen die Gastgeber gemeinsam mit dem deutschen Team.

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