Badminton-Bundesliga
Holland-Duo wird gesprengt

Lüdinghausen -

Der Deutsche Mannschaftsmeister SC Union Lüdinghausen verliert eine wichtige Spielerin: Die Niederländerin Selena Piek geht nach Dänemark. Ihr Landsmann Ruud Bosch bleibt. Die Zukunft von André Kurniawan Tedjono ist offen.

Dienstag, 15.07.2014, 08:07 Uhr

Kein niederländisches Mixed mehr beim SC Union: Ruud Bosch bleibt, aber Selena Piek verlässt Lüdinghausen und wechselt nach Dänemark.
Kein niederländisches Mixed mehr beim SC Union: Ruud Bosch bleibt, aber Selena Piek verlässt Lüdinghausen und wechselt nach Dänemark. Foto: rau

Das Gerücht schwirrte schon seit dem Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft durch den Verein. Jetzt gibt es Gewissheit: Selena Piek verlässt den Badminton-Erstligisten Union 08 Lüdinghausen . Die Niederländerin wechselt zur kommenden Saison in die erste dänische Liga – schweren Herzens. Denn: „Unser Verein ist ihr ans Herz gewachsen“, versichert Teammanager Michael Schnaase .

Schon vor einem Jahr hatte er befürchten müssen, dass die Doppel- und Mixedspezialistin abwandert. Schnaase hatte Piek aber überzeugen können, noch ein Jahr zu bleiben. Der Einsatz hat sich gelohnt – Union 08 wurde erstmals Deutscher Mannschaftsmeister, auch dank vieler Spielgewinne der überragenden Piek.

Doch die Niederländerin hat sich in der Weltrangliste so weit nach vorne gearbeitet (Platz 14 im Damendoppel und Platz 23 im Mixed), dass die finanzstarken Klubs aus Dänemark – dort ist Badminton Volkssport – kräftig um sie warben. Und auch sportliche Gründe gaben letztlich den Ausschlag, dass Piek wechselt. Denn in der dänischen Liga spielt sie ausschließlich mit und gegen Weltklassespielern und kann sich so besser auf ihr großes Ziel – die Olympiaqualifikation 2016 – vorbereiten. „Insofern haben wir Verständnis für diesen Schritt, bedauern ihn aber sehr“, sagt Schnaase. Klar sei aber, so der Teamverantwortliche, dass die Kontakte zu Piek, die immer wieder betont hatte, sich in Lüdinghausen außerordentlich wohl zu fühlen, nicht abreißen werden.

Zur neuen Spielzeit muss der Deutsche Meister damit aber eine große Lücke füllen – und das schnellstmöglich. Denn bis Ende Juli muss Union sein Erstligateam beim Deutschen Badmintonverband benennen. Noch verhandelt Schnaase mit einigen Kandidatinnen. Doch spruchreif ist noch nichts. „Es ist sehr schwierig“, gibt der Lüdinghauser Teammanager keine Namen preis.

Er teilt nur mit, dass die Verträge mit den Eigengewächsen Josche Zurwonne und Karin Schnaase, mit dem Belgier Yuhan Tan sowie den beiden Niederländern Nick Fransman und Ruud­ Bosch verlängert wurden. Unsicher ist noch der Verbleib des Indonesiers André Kurniawan Tedjono im ersten Herreneinzel.

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