Badminton-Bundesliga
Union Lüdinghausen holt japanische Olympia-Zweite

Lüdinghausen -

Der deutsche Meister schlägt ordentlich zu auf dem Transfermarkt: Union Lüdinghausen verpflichtet noch die Japanerin Mizuki Fujii. Die 26-jährige Doppelspezialistin soll künftig den deutschen Damen am Bundesleistungszentrum Mülheim auf die Sprünge helfen.

Samstag, 02.08.2014, 12:08 Uhr

Bei Olympia in London gewann Mizuki Fujii die Silbermedaille im Damendoppel. Die 26-jährige Japanerin trainiert künftig in Mülheim und Lüdinghausen.
Bei Olympia in London gewann Mizuki Fujii die Silbermedaille im Damendoppel. Die 26-jährige Japanerin trainiert künftig in Mülheim und Lüdinghausen. Foto: Sven Heise

Ein Knüller zum Schluss. Am gestrigen Freitag war Meldeschluss für das Badminton-Bundesligateam des SC Union Lüdinghausen . Jetzt taucht noch ein Name auf, der es in sich hat. Mizuki Fujii­ heißt die Japanerin, die den Erstligakader des deutschen Meisters weiter verstärken wird. Ein Hochkaräter: Die 26-Jährige holte vor zwei Jahren bei den Olympischen Sommerspielen in London zusammen mit Reika Kakiiwa für ihr Heimatland die Silbermedaille. „Das ist ein echter Kracher“, freut sich Union-Teammanager Michael Schnaase über seinen Coup.

Dass die japanische Doppelspezialistin nach Lüdinghausen kommt, hat mehrere Gründe. Nach Olympia zog sie sich einerseits einen Kreuzbandriss zu, den sie zwar völlig auskuriert hat, der sie aber in der Weltrangliste weit zurückwarf. Die erfahrene Spielerin wurde auserkoren, die deutschen Damen im Bundesleistungszentrum in Mülheim als Trainingspartnerin zu unterstützen – auch dank der Vermittlung des Unternehmens „Yonex“. Da Schnaase und vor allem Union-Trainer Rachmat Hidajat beste Kontakte in der Szene unterhalten, ergab sich die Möglichkeit, dass die Japanerin auch für den SC Union aufschlagen kann.

Da die Lüdinghauser durch den Weggang von Selena Piek zum einen ein Defizit hatten und zum anderen den Kader breiter aufstellen wollten, trat Schnaase in lange Verhandlungen ein, um die Silbermedaillengewinnerin nach Lüdinghausen zu lotsen. Fujii war sogar schon einmal in der Steverstadt. „Es waren sehr angenehme Gespräche“, berichtet Schnaase. Allerdings mussten noch Verhandlungen mit dem Management der Spielerin sowie mit dem japanischen Verband abgeschlossen werden, bis in dieser Woche die Spielberechtigung eintraf. Mitte August soll Fujii nach Deutschland kommen und künftig in Mülheim, aber auch in Lüdinghausen trainieren. „Das ist sicher auch für Karin von Vorteil, dass sie eine so starke Trainingspartnerin hat“, sagt Michael Schnaase über seine Tochter.

Wer in der kommenden Saison (Auftakt ist am 14. September) in welchen Spielen eingesetzt wird, wird sich erst kurz vor den Partien entscheiden, erklärt der Teammanager. Die Lüdinghauser hatten mit der Engländerin Heather Olver bereits eine weitere starke Doppel- und Mixedspielerin verpflichtet. Dem Abgang von Selena Piek stehen mit Fujii, Olver und Matthew Nottingham drei Zugänge gegenüber. Neun Spieler gehören in der Saison 2014/15 zum Kader des Meisters.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2649466?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F2594050%2F4846129%2F
Schläger in Uniform? Studie sieht großes Dunkelfeld bei Polizeigewalt
Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist.
Nachrichten-Ticker