Badminton-Bundesliga
Bundesliga-Debüt mit 18

Lüdinghausen -

Erst gewann Union Lüdinghausen mit 4:2 gegen den SV Fun-Ball Dortelweil, dann hatte das Team beim 3:3 gegen den TV Refrath Pech. Der Einzug in die Play-Off-Runde ist kaum noch zu schaffen. Große Hoffnung macht ein 18-jähriges Eigengewächs.

Sonntag, 25.01.2015, 22:01 Uhr

Gerade 18 geworden und schon in der Bundesliga: Union-Eigengewächs Jan Kemper debütierte am Samstag in der deutschen Eliteklasse.
Gerade 18 geworden und schon in der Bundesliga: Union-Eigengewächs Jan Kemper debütierte am Samstag in der deutschen Eliteklasse. Foto: mkle

Die guten Nachrichten: Union 08 hat die ersten drei Punkte im Jahr 2015 in der Badminton-Bundesliga eingefahren. Nahwuchshoffnung Jan Kamper hat ein gutes Debüt in der Eliteliga gegeben. Und die Zuschauer bleiben den Lüdinghausern treu, auch wenn eine Titelverteidigung praktisch ausgeschlossen ist. Die weniger gute Nachricht: Nach dem 4:2-Sieg am Samstag zu Hause gegen den SV Fun-Ball Dortelweil und dem 3:3 am Sonntag beim TV Refrath beträgt der Rückstand auf den Tabellendritten BC Beuel vor den letzten vier Saisonspielen fünf Punkte. Und erst der dritte Platz berechtigt zur abermaligen Teilnahme an den Play-Off-Spielen um die Deutsche Meisterschaft.

Am Samstag empfingen die Lüdinghauser den Tabellenvorletzten Dortelweil. Dabei musste Teammanager Michael Schnaase mächtig improvisieren. Spitzenspieler André Kurniawan Tedjono fehlte erneut wegen Visaproblemen, Yuhan Tan wollte sich nach seiner Verletzung lieber noch schonen und Nick Fransman erwischte nach seinem Ausscheiden bei den isländischen Meisterschaften keinen Platz im Flieger. So musste Doppelspezialist Josche Zurwonne das erste Einzel bestreiten, in dem er sich sogar trotz seiner Zwei-Satz-Niederlage noch sehr achtbar hielt. Im zweiten Einzel durfte Union-Talent Jan Kemper seine Bundesliga-Premiere feiern. Jeder Punkt des Lüdinghausers, der drei Tage zuvor seinen 18. Geburtstag gefeiert hatte, wurde frenetisch bejubelt. Dennoch: Gegen den Deutschen Junioren-Vizemeister Peter Lang war er chancenlos, ist jetzt aber um eine wichtige Erfahrung reicher. Und seine Eltern Ralf und Birgit Kemper freuten sich am Spielfeldrand mit den nicht wenigen Zuschauern über das gelungene Debüt, das hoffen lässt.

Da die Herreneinzel gegen die Gäste aus Hessen nicht zu gewinnen waren, mussten Union alle vier weiteren Spiele für sich entscheiden, um den ersten Sieg in diesem Jahr einzufahren. Das gelang locker. Beide Doppel, das Dameneinzel und das Mixed gingen jeweils in zwei Sätzen an die Gastgeber.

Schwerer wurde die Aufgabe am Sonntag beim Tabellennachbarn TV Refrath, gegen den Union – allerdings ersatzgeschwächt – im Hinspiel mit 1:5 verloren hatte. Im Bergischen Land legten die Lüdinghauser los wie die Feuerwehr. Josche Zurwonne und Matthew Nottingham zeigten eine starke Leistung im Herrendoppel und revanchierten sich eindrucksvoll für die Hinspielniederlage. Glatt gewannen auch Heather Olver und Muzuki Fujii das Damendoppel. Als dann auch Karin Schnaase gegen die starke Irin Chloe Magee in zwei Durchgängen souverän siegte, keimte Hoffnung auf einen Auswärtssieg auf, auch wenn Zurwonne im zweiten Einzel mit einer leichten Verletzung aufgeben musste. Doch zunächst unterlag der wieder genesene Yuhan Tan im dritten Satz des ersten Einzels mit 18:21. Dann konnten Olver und Nottingham gegen das deutsche Spitzenmixed Schwenger/Nelte zwei Matchbälle nicht verwerten und verloren mit 20:22 im dritten Satz. „Da hatten wir schon mächtig Pech“, meinte Michael Schnaase.

Doch insgesamt zeigte sich der Teammanager mit den Wochenend-Ergebnissen zufrieden: „Aus der schwierigen Situation haben wir noch viel rausgeholt“, zog er Bilanz. Realistisch schätzt er ein, dass Beuel kaum noch zu holen ist, auch wenn die Bonner noch in Lüdinghausen gastieren – um dann doch einzuschränken: „Aber man soll nie nie sagen.“

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