Badminton-Bundesliga: Besonderer Besuch in Lüdinghausen
„Ich komme wieder“

Lüdinghausen -

Viele Umarmungen, großer Applaus: Der Besuch von Ex-Spielerin Selena Piek bei Union Lüdinghausen verlief sehr emotional. Und sie verabschiedete sich mit einem für den SC Union schönen Versprechen . . .

Mittwoch, 28.01.2015, 08:01 Uhr

Selena Piek (vorne, 2.v.r.) sah sich am Samstag mit ihrer Familie das Bundesliga-Spiel in Lüdinghausen an.
Selena Piek (vorne, 2.v.r.) sah sich am Samstag mit ihrer Familie das Bundesliga-Spiel in Lüdinghausen an. Foto: mkle

Der Beifall der Zuschauer war mehr als freundlich. Als Hallensprecher Ralf Kemper vor dem Bundesligaspiel des SV Union Lüdinghausen per Lautsprecher Selena Piek begrüßte, war der Applaus größer als bei der Vorstellung aller anderen aktiven Spieler der Badminton-Begegnung zwischen Union 08 und Fun-Ball Dortelweil. Zum ersten Mal seit dem Meisterschaftsfinale im Mai gegen Mülheim kehrte die Niederländerin am Samstag mit ihrer Familie an ihre alte Wirkungsstätte zurück und wurde von vielen Bekannten begeistert empfangen, während sie beim Spiel mitfieberte. „Es ist, wie nach Hause zu kommen“, freute sie sich über das Wiedersehen und die zahlreichen Umarmungen.

Nach Dänemark, in das führende Badmintonland Europas, hat es Piek bekanntlich zur neuen Saison gezogen. Es waren nicht nur finanzielle Gründe, warum sie jetzt für den dänischen Verein Skælskør-Slagelse aufschlägt. Die Ligaspiele finden stets in der Woche statt, sodass Piek an den Wochenenden viele internationale Turniere bestreiten kann. Und die Teilnahme an den Wettkämpfen ist notwendig, um die Qualifikation für Olympia 2016 in Rio zu schaffen. „Das ist mein großes Ziel“, sagt die 24-Jährige – und zwar im Doppel mit Eefje Mukens und im Mixed mit Jacco Arends.

Auch wenn Badminton in Dänemark ein Volkssport ist, eine so euphorische Stimmung wie seinerzeit in Lüdinghausen hat sie bei ihrem neuen Verein noch nicht erlebt. Das kann sich allerdings jetzt ändern, hat sich ihre Mannschaft doch als Tabellenerster für die Play-Off-Spiele um die Dänische Mannschaftsmeisterschaft qualifiziert. Im Gegensatz zu dem Modus in Deutschland darf sich dort der Erstplatzierte der Vorrunde stets in den weiteren Spielen seinen Gegner aussuchen.

Natürlich verfolgt Piek auch die Entwicklung in Lüdinghausen. „Es ist schade, dass es in diesem Jahr – auch aufgrund der vielen Verletzungen – nicht so gut läuft“, sagt sie. Ihre alten Teamkameraden trifft sie immer wieder auf Turnieren, und gerne sei sie jetzt auch mal wieder nach Lüdinghausen gekommen. Ehrensache, dass ihre Familie noch von Familie Schnaase nach dem Match zum Abendessen in gemütlicher Runde eingeladen wurde.

Zuvor wollte Piek aber noch eins von den neuen Union-Trikots bekommen, schließlich prangt auf ihnen ein Stern für das Erringen des deutschen Meistertitels. „Und den hab’ ich ja schließlich mitgeholt“, erinnert sie sich gerne an das fantastische Endspiel gegen Mülheim. Und ein Versprechen gibt sie auch noch ab. „Ich werde wieder für Lüdinghausen spielen, vielleicht noch nicht in der nächsten Saison, aber ich komme wieder“, sagt sie lächelnd.

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