Badminton: Zurwonne-Doppelpartner im Interview
„Olympia steht bei mir ganz oben“

Lüdinghausen -

Max Schwenger vom TV Refrath wurde mit dem Lüdinghauser Josche Zurwonne Deutscher Meister im Doppel. Zuvor hatte Schwenger schon das Finale im Mixed gespielt – und verloren. Ein Problem war das nicht, verrät der 22-Jährige im Interview.

Dienstag, 03.02.2015, 10:02 Uhr

Max Schwenger (rechts) und Josche Zurwonne sind Deutsche Meister im Doppel.
Max Schwenger (rechts) und Josche Zurwonne sind Deutsche Meister im Doppel. Foto: mkle

Erst seit gut einem halben Jahr spielt Max Schwenger vom Badminton-Bundesligisten TV Refrath mit Josche Zurwonne ( Union Lüdinghausen ) im Herrendoppel. Am Sonntag wurden sie überraschend bereits Deutscher Meister. Schwenger stammt aus Herzogenaurach. Der 22-jährige BWL-Student lebt am Bundesstützpunkt in Saarbrücken – zwei Zimmer neben Zurwonne.

Hatten Sie den Titelgewinn vor dem Endspiel zumindest erhofft?

Schwenger: Das ja, zu erwarten war er aber nicht. Wir hatten im Training gegen die anderen beiden schon mal einen Satz und auch mal ein Spiel gewonnen. Wir wussten, dass wir eine Chance haben, wenn wir einen richtig guten und die anderen einen nicht so guten Tag erwischen. Dass das dann gerade im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft passiert, ist umso schöner.

Sie hatten am Sonntag vorher schon das Finale im Mixed bestritten und in drei Sätzen verloren. War das vor dem Endspiel im Herrendoppel ein Problem?

Schwenger: Nein. Wir hatten auch im Mixed ein sehr gutes Spiel gemacht, uns fehlte nur das Glück und ein bisschen Erfahrung. Dass ich dann noch einen Titel gewonnen habe, ist sehr, sehr schön. Physisch war das zweite Finale kein Problem, man muss sich nur mental schnell auf das andere Spiel einstellen. Ich spiele ja auf vielen Turnieren in zwei Disziplinen, das klappt meistens ganz gut.

Sie spielen erst seit einem guten halben Jahr mit Josche Zurwonne zusammen. Wie bewerten sie die Zusammenarbeit?

Schwenger: Es macht viel Spaß, wir verstehen uns sehr gut. Josche ist physisch sehr stark. Er hat einen harten Angriff und ist sehr schnell. Dadurch kann ich meine Kreativität besser ausleben. Ich glaube, die Kombination passt sehr gut. Wir sind ja auch international erfolgreich und haben uns auf Platz 27 der Weltrangliste vorgearbeitet – und sind jetzt Deutscher Meister geworden.

Ist Olympia 2016 in Rio ein Ziel?

Schwenger: Für mich steht Olympia in beiden Disziplinen ganz oben. Sowohl im Mixed als auch im Doppel haben wir eine gute Ausgangslage. Die Qualifikation wird ganz sicher sehr schwer, aber wir versuchen alles.

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