Badminton-Bundesliga: Union Lüdinghausen spielt 3:3 gegen Refrath
Dramatik bis zum Schluss

Lüdinghausen -

Zwei Mannschaften auf Augenhöhe sahen die Zuschauer am Dienstagabend in der Lüdinghauser Antoniushalle. Das leistungsgerechte Remis am Ende war dennoch nicht selbstverständlich. Drei der sechs Partien waren hart umkämpft.

Mittwoch, 23.09.2015, 01:09 Uhr

Einen Sahnetag hatten Josche Zurwonne (r.) und Matthew Nottingham erwischt. Sie fegten das Refrather Herrendoppel in zwei Sätzen vom Parkett.
Einen Sahnetag hatten Josche Zurwonne (r.) und Matthew Nottingham erwischt. Sie fegten das Refrather Herrendoppel in zwei Sätzen vom Parkett. Foto: chrb

Badminton-Bundesligist Union Lüdinghausen hat sich am Dienstagabend in der heimischen Antoniushalle mit einem leistungsgerechten 3:3 vom TV Refrath getrennt.

Die Gastgeber waren gehandicapt angetreten. Mit Yuhan Tan und Nick Fransman fielen gleich zwei Einzelspezialisten aus – Tan tritt in Australien bei der Sidney International Challenge an, Fransman in der Qualifikation der Prague Open. Zwar wird auch Mannschaftskollegin Karin Schnaase in Tschechien am Start sein, ist aber im Hauptfeld gesetzt und konnte daher am Dienstagabend für Union noch zum Schläger greifen.

Im zweiten Herreneinzel musste Nachwuchsspieler Jan Kemper die durch das Fehlen von Tan und Fransman entstandene Lücke füllen. Der Lüdinghauser war gegen Lars Schänzler von vornherein ohne wirkliche Siegeschance. Auf der Habenseite hatten die Gastgeber dagegen den Sieg im ersten Einzel eingeplant, in dem André Kurniawan Tedjono auf Richard Domke traf. Die anderen vier Partien waren unbekannte Größen. „Es wird schwer werden“, so Union-Teammanager Michael Schnaase vor dem ersten Aufschlag.

Doch die Gastgeber starteten unerwartet gut. Im Herrendoppel hatten Josche Zurwonne und Matthew Nottingham einen Sahnetag erwischt und fegten Sam Magee und Fabian Holzer mit 21:17, 21:8 vom Parkett.

Ungleich schwerer hatten es Karin Schnaase und Eefje Muskens, die den ersten Satz gegen Chloe Magee und Carla Nelte verloren und einen Rückstand im zweiten zum 21:19 drehten. In der Verlängerung behielten Magee und Nelte die Oberhand. Das erste Herreneinzel tütete Tedjono wie von Teammanager Schnaase erwartet für Union ein, wobei sich der Indonesier nur am Ende des ersten Durchgangs eine kleine Schwächephase erlaubte und gleich sechs Satzbälle am Stück vergeigte.

Nach der Niederlage von Jan Kemper stand es 2:2 – nun mussten die letzten beiden Spiele die Entscheidung über Sieg, Remis oder Niederlage bringen.

Im Dameneinzel verlor Karin Schnaase den ersten Satz gegen Chloe Magee. Dann jedoch biss sich die Lokalmatadorin förmlich in die Partie und rang die Irin in den folgenden beiden Durchgängen beeindruckend nieder. „Ich bin sehr glücklich“, kommentierte die Lüdinghauserin ihren Sieg.

Nun führte Union, eine Niederlage war nicht mehr drin. Im Mixed verloren Nottingham und Kira Kattenbeck den ersten Satz deutlich, gewannen den zweiten fast ebenso klar und gaben den dritten dann wieder früh aus der Hand. Die Partie war durch. Das dachte zumindest jeder in der Halle. Doch das Union-Duo ließ sich vom Zwischenstand 10:20 überhaupt nicht beeindrucken und holte plötzlich Punkt für Punkt. Die Halle tobte, doch beim Stand von 18:21 machten die Refrather den Sack noch zu.

Michael Schnaase war dennoch zufrieden. „Hauptsache, nicht verloren“, kommentierte der Teammanager.

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