Badminton-Bundesliga
Union Lüdinghausen lässt den Matchball liegen

Lüdinghausen -

Ganz dicht stand Union Lüdinghausen vor einem Auswärtssieg beim Tabellenvierten 1. BC Beuel. Doch die Gäste mussten sich im letzten Spiel der Hinrunde nach einem hart umkämpften Duell mit einem 3:3 zufriedengeben.

Montag, 21.12.2015, 07:12 Uhr

Der Engländer Matthew Nottingham (vorne) hat schon schönere Tage erlebt im Union-Trikot als am Samstag. Erst verlor er knapp im Herrendoppel mit Josche Zurwonne (hinten), dann noch knapper im gemischten Doppel.
Der Engländer Matthew Nottingham (vorne) hat schon schönere Tage erlebt im Union-Trikot als am Samstag. Erst verlor er knapp im Herrendoppel mit Josche Zurwonne (hinten), dann noch knapper im gemischten Doppel. Foto: rau

Ganz dicht stand Badminton-Bundesligist SC Union Lüdinghausen am Samstag vor einem Auswärtssieg beim Tabellenvierten 1. BC Beuel. Doch die Gäste mussten sich im letzten Spiel der Hinrunde nach einem hart umkämpften Duell mit einem 3:3 zufriedengeben. Michael Schnaase war hin- und hergerissen in seiner Analyse. „Unterm Strich ist es ein gerechtes Unentschieden, mit dem wir Bonn-Beuel auf Abstand gehalten haben“, erklärte der Teammanager.

Das war die eine Seite des Verfolgerduells. Die andere: „Nach dem Spielverlauf haben wir einen Punkt verloren. Das war am Ende etwas unglücklich“, ärgerte sich Schnaase.

In der Tabelle musste Union den zweiten Platz wieder an den TV Refrath abgeben und rutschte auf Platz drei. Schnaase haderte nicht damit, sondern gab sich kämpferisch: „Wir haben es selbst in der Hand, jetzt müssen wir Refrath schlagen.“ Nach dem Heimspiel gegen Spitzenreiter 1. BC Bischmisheim am 3. Januar (Sonntag, 14 Uhr) gastiert Union am 5. Januar (Dienstag, 19 Uhr) beim TVR, der nun wieder einen Punkt vor Lüdinghausen liegt. „Das Spiel ist entscheidend, und wir wollen das unbedingt gewinnen. Wir fahren mit einer starken Truppe nach Refrath“, kündigte Schnaase an. Zwar ziehen am Saisonende die drei Erstplatzierten in die Play-Off-Runde um die Deutsche Meisterschaft ein, aber der Tabellenzweite genießt im Halbfinale Heimrecht.

In Bonn-Beuel führte Union mit 3:2 und im abschließenden Mixed im dritten Satz mit 19:15. Matthew Nottingham und Eefje Muskens hatten dann noch einen Matchball zum 4:2-Gesamtsieg, verloren aber mit 22:24. „Das war ein bisschen unglücklich“, kommentierte Schnaase das bittere Finale. Knackpunkt Nummer zwei war das Herrendoppel, das Josche Zurwonne und Nottingham hauchdünn mit 20:22 und 19:21 abgaben. Den Punkt hatte der SC Union fest eingeplant. Knackpunkt Nummer drei war das Dameneinzel, in dem Nachwuchsspielerin Yvonne Li mit 17:21 und 18:21 unterlag. „Wir waren zufrieden. Es war ihr erstes Einzel seit vier Wochen, und Gegnerin Luise Heim gehört zu den guten deutschen Damen“, sagte Michael Schnaase über Li. Seine Tochter Karin Schnaase, die am Sonntag das Turnier in der Türkei gewann (Bericht auf dieser Seite), hätte das Match vermutlich gewonnen.

Auch die drei anderen Partien in Bonn-Beuel, die der Gast für sich entschied, waren keine Langweiler. Im Damendoppel siegten Kira Kattenbeck und Eefje Muskens mit 21:16 und 26:24. Jeweils in drei Sätzen gewannen André Kurniawan Tedjono im ersten Herreneinzel (19:21, 21:16, 21:19) und Nick Fransman im zweiten (18:21, 21:6, 21:10). „Bei André hätte ich gedacht, dass er klarer gewinnt“, meinte Michael Schnaase. „Nick war gerade erst aus der Türkei zurückgekommen und hat super gut gespielt.“

Die Weihnachtspause ist kurz. Anfang Januar warten nun innerhalb von drei Tagen zwei heiße Duelle auf Union Lüdinghausen.

1. BC Beuel - SC Union Lüdinghausen  3:3

Weißkirchen/Beck - Zurwonne/Nottingham 22:20, 21:19

Pohl/Kaminski - Muskens/Kattenbeck 16:21, 24:26

Erik Meijs - André Kurniawan Tedjono 21:19, 16:21, 19:21

Luise Heim - Yvonne Li 21:17, 21:18

Beck/Janssens - Nottingham/Muskens 8:21, 21:15, 24:22

Max Weißkirchen - Nick Fransman 21:18, 6:21, 10:21

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3697986?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F4846112%2F4846113%2F
Kanalbrücke: Der Neubau ist ein „Schmalhans“
Bei einer ersten Infoveranstaltung stellte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rheine am Mittwoch in Münster die Pläne für die neue Kanalbrücke der Wolbecker Straße vor. Bis 2021 soll alles fertig sein (v.l.): Heinz-Jakob Thyßen sowie die Bauleiter Franziska Finke und Daniel Feismann.
Nachrichten-Ticker