Motorsport AMSC Lüdinghausen
Grasbahnrennen auf dem Westfalenring: Spannend wie selten zuvor

Lüdinghausen -

Der zweifache Sieger Martin Smolinski fehlt beim 77. Grasbahnrennen des AMSC Lüdinghausen. Das steigert die Spannung bei den Internationalen Solisten. Der Favoritenkreis ist groß auf dem Westfalenring – er reicht von Bernd Diener bis zu einem Geheimtipp aus England.

Samstag, 23.04.2016, 12:04 Uhr

Der urige Bayer Martin Smolinski fehlt in diesem Jahr auf dem Lüdinghauser Westfalenring. Der Sieger von 2013 und 2015 wäre der Top-Favorit bei den Internationalen Solisten gewesen.
Der urige Bayer Martin Smolinski fehlt in diesem Jahr auf dem Lüdinghauser Westfalenring. Der Sieger von 2013 und 2015 wäre der Top-Favorit bei den Internationalen Solisten gewesen. Foto: rau

Martin Smolinski ist ein unterhaltsamer Typ und ein Spitzen-Motorradprofi. Der urige Bayer mit dem lockeren Mundwerk gewann 2013 und 2015 auf dem Lüdinghauser Westfalenring . Er wäre auch beim 77. Grasbahnrennen am Himmelfahrtstag (5. Mai) der Top-Favorit – wenn er denn dabei wäre. Smolinski fehlt, weil er in Landshut ein Speedway-Rennen bestreitet. Die Absage des schnellen Showman hat aber auch eine gute Seite: Die Spannung im Feld der A-Lizenz-Solofahrer steigt gewaltig. „Schon lange nicht mehr war die Vorhersage des Siegers so schwierig wie in diesem Jahr“, erklärt Maik Domscheit, neuer Sportleiter des AMSC Lüdinghausen als Nachfolger von Martin „Matze“ Stucke.

Zum Favoritenkreis gehören die drei Fahrer, die schon mal auf dem 1000 Meter langen Oval gewonnen haben: Bernd Diener, Jörg Tebbe und Dirk Fabriek (Niederlande). Auch Fahrer wie Enrico Janoschka und Mark Stiekema (Niederlande) haben Chancen. Gespannt darf man auf den Auftritt des Team-Weltmeisters Andrew Appleton aus England sein. „Er hat letztes Jahr eine super starke Saison gefahren“, lobt Domscheit. Er hat auch einen anderen Engländer weit oben auf dem Zettel: James Shanes. Der junge Fahrer startet zum zweiten Mal nach 2015 in Lüdinghausen. „So lange Bahnen kennen die in England ja gar nicht. Er weiß jetzt, was er besser machen muss. James Shanes ist ein Geheimtipp.“

Mit Christian Hülshorst und Jens Benneker starten am Vatertag wieder zwei Fahrer des AMSC Lüdinghausen. Schafft es „Hülse“ endlich mal aufs Treppchen? „Ich traue ihm das zu, wenn das Material hält“, meint AMSC-Sprecher Tom Wurm. „Das ist nicht hundertprozentig seine Bahn“, sagt Domscheit. „Aber ich hoffe, dass er es ins Finale schafft. Dann ist einiges möglich.“ Klubkollege Benneker fährt im zweiten Jahr mit einer A-Lizenz. „Das wird eine Wundertüte“, so Domscheit. „Aber Jens liegt die Bahn, und er hat immer super gute Starts.“ Zum Feld gehören außerdem Paul Cooper (England), Marcel Dachs und Kai Dorenkamp – und der Aus­tralier Rodney McDonald, der für Theo Pijper geholt wurde. Der Niederländer, Sieger von 2005 und 2006, „wurde von seinem Verband für einen Qualifikationslauf zur Speedway-EM gesetzt“, berichtet Domscheit.

Bei den Seitenwagen fällt das heiße Duell zwischen Seriensieger William Matthijssen und Vorjahressieger Markus Venus aus. Der Niederländer Matthijssen startet diesmal an Christi Himmelfahrt beim Sandbahnrennen in Herxheim. „Jetzt ist Venus der Top-Favorit“, sagt Maik Domscheit. „Aber dahinter wird es umso enger.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3950667?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F4846095%2F4846104%2F
Nachrichten-Ticker