Badminton: EM in Frankreich
Karin Schnaase hat bei der Europameisterschaft zwei ganz große Ziele

Lüdinghausen -

Eine Medaille bei den Einzel-Europameisterschaften im Badminton wäre schön für Karin Schnaase. Aber das andere große Ziel, Olympia in Rio, ist noch wichtiger. Dafür kann die Spielerin von Union Lüdinghausen in Frankreich den letzten und entscheidenden Schritt machen.

Dienstag, 26.04.2016, 07:04 Uhr

Karin Schnaase hat beste Chancen, bei der EM endgültig ihre deutsche Olympia-Konkurrentin hinter sich zu lassen.
Karin Schnaase hat beste Chancen, bei der EM endgültig ihre deutsche Olympia-Konkurrentin hinter sich zu lassen. Foto: rau

„Das ist ein tolles Gefühl, wenn so viele mitfiebern.“ Ein Jahr haben viele Lüdinghauser mit Karin Schnaase gezittert, gehofft und gejubelt – zuletzt vor einer Woche bei den „Peru International“, wo die Spielerin des SC Union als Turniersiegerin 4000 Punkte für die Olympia-Qualifikation sammelte. Jetzt ist das große Ziel ganz nahe, die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele in Rio . Als aktuelle Nummer 25 der Welt wäre sie eigentlich schon für das Einzelturnier qualifiziert, doch muss sie auch noch bis zum Ende der Qualifikationsphase Anfang Mai ihre deutsche Konkurrentin Olga Konon hinter sich lassen.

Das große Finale startet am heutigen Dienstag in Roche-sur-Yon. In dem französischen Küstenort in der Vendee beginnen die Einzel-Europameisterschaften. Es ist das letzte Qualifikationsturnier. Dort hat Schnaase gleich zwei Ziele: den Platz vor Olga Konon verteidigen und – das wäre die Krönung – wie vor zwei Jahren bei der Europameisterschaft eine Medaille gewinnen. Das gelang ihr im russischen Kazan mit dem dritten Platz.

Trainer Christoph Schnaase

Trainer Christoph Schnaase Foto: rau

Auf ihre deutsche Konkurrentin will Schnaase gar nicht viel schauen, auch wenn die Auslosung es gut mit ihr meinte. Konon würde bei normalem Turnierverlauf im Viertelfinale auf die Titelverteidigerin und Weltranglistenerste Carolina Marin aus Spanien treffen – eine schier unüberwindliche Hürde. Das Spiel muss sie aber gewinnen, wenn sie Schnaase noch überholen will.

Doch wenn die Lüdinghauserin in Frankreich ihr Ding macht, sollten die 3000 Punkte Vorsprung in der Weltrangliste auf jeden Fall reichen. In der ersten Runde hat sie, an Position vier gesetzt, ein Freilos. Die Aufgabe in Runde zwei am Mittwoch sollte mit Laura Sarosi aus Ungarn oder Dorotea Sutara au Kroatien machbar sein. Im Achtelfinale kommt dann wohl die erste harte Prüfung, wahrscheinlich gegen die starke Dänin Natalia Koch Rhode. Verlassen kann sich Schnaase auf heimatliche Unterstützung. So ist als Trainer wieder ihr Bruder Christoph Schnaase vor Ort. Auch Rachmat Hidajat, der beruflich in der Halle ist, steht zur Verfügung.

„Ich freue mich riesig auf die Europameisterschaft“, blickt Karin Schnaase dem Turnier optimistisch entgegen. Die Unterstützung aus der Heimat ist ihr gewiss.

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