Badminton: Deutsche Meisterschaft
Riesige Vorfreude bei Union Lüdinghausen auf das Halbfinale gegen TV Refrath

Lüdinghausen -

Die Spieler sind noch etwas geschlaucht von der langen Saison, aber sonst herrscht beim SC Union Lüdinghausen riesige Vorfreude auf das Halbfinale am Sonntag (8. Mai) gegen den TV Refrath. Allerdings bangt Union noch um den Einsatz von Matthew Nottingham. Der Engländer könnte gesperrt werden.

Donnerstag, 05.05.2016, 12:00 Uhr aktualisiert: 06.05.2016, 10:54 Uhr
So feierte der TV Refrath den dritten Platz in der Bundesliga: (hinten v.l.) Lars Schänzler, Fabian Holzer, Fabian Roth, Richard Domke und Sam Magee sowie (vorne v.l.) Chloe Magee und Carla Nelte.
So feierte der TV Refrath den dritten Platz in der Bundesliga: (hinten v.l.) Lars Schänzler, Fabian Holzer, Fabian Roth, Richard Domke und Sam Magee sowie (vorne v.l.) Chloe Magee und Carla Nelte. Foto: TV Refrath

Zwei Jahre nach dem ersten deutschen Meistertitel mit der Mannschaft greift der SC Union Lüdinghausen wieder nach den Sternen. Das Finale im Mai 2014 war ein Feiertag, mehr als 800 Zuschauer in der Steverstadt peitschten Union zu einem 4:2-Sieg gegen den 1. BV Mülheim. Das Endspiel 2016 wird Ende des Monats in Saarbrücken ausgetragen beim BC Bischmisheim, dem Tabellenersten der Punkterunde in der Badminton-Bundesliga. Im Halbfinale genießt Union als Tabellenzweiter aber Heimrecht. Am kommenden Sonntag (Spielbeginn um 14 Uhr) soll die Halle des St.-Antonius-Gymnasiums gegen den Tabellendritten TV Refrath wieder brodeln.

Schlägt der Stimmungspegel beim SC Union jetzt bereits nach oben aus? „Im Verein schon, da freuen sich alle riesig auf das Spiel“, sagt Trainer Christoph Schnaase. Bei allen Spielern sei der Reiz noch nicht ganz so groß – wegen der stressigen Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio. „Am Ende eines langen Olympia-Jahres freuen sich die Spieler auch auf ein bisschen Urlaub“, sagt Schnaase. Er ist aber überzeugt: „Wenn sie dann am Sonntag in der Halle die Atmosphäre miterleben, dann geht das alles von ganz alleine.“

Matthew Nottingham

Matthew Nottingham Foto: rau

In der Bundesliga-Punkterunde hieß es im Hinspiel in Lüdinghausen 3:3. Das Rückspiel gewann Union mit 5:1. Die Ergebnisse haben aber nur bedingt Aussagekraft, weil beide Teams jeweils nicht in Bestbesetzung angetreten sind. Das könnte bei den Gastgebern auch im Halbfinale passieren, denn Union bangt noch um den Einsatz des Engländers Matthew Nottingham . Der hatte kürzlich einen Einsatz in seiner Heimat absolviert. Wird dieser als Ligaspiel gewertet, was umstritten ist, dann wäre Nottingham gesperrt. Eine Entscheidung des Verbandsgerichts des Deutschen Badminton-Verbandes war noch nicht veröffentlicht.

„Sollte Matthew ausfallen, wäre das sicherlich eine Schwächung“, weiß Christoph Schnaase. Weil Ersatzmann Ingo Kindervater nicht genügend Bundesliga-Einsätze in dieser Saison vorweisen kann, müsste eventuell ein Einzelspezialist das Herrendoppel mit Josche Zurwonne bestreiten. „Wir haben verschiedene Modelle im Kopf. Mal abwarten“, sagt Schnaase. Ohne Nottingham würde er die Chancen mit „fifty-fifty“ bewerten. „Wir werden auf jeden Fall angreifen“, betont der Coach.

Beim TV Refrath fehlt die Nummer eins Fabian Roth, der noch nicht wieder fit ist. „Ansonsten spielen wir in Bestbesetzung“, erklärt Teamchef Heinz Kelzenberg. „Ich erwarte eine ausgeglichene Partie mit Lüdinghausen in leichter Favoritenstellung. Wir haben überhaupt keinen Druck und haben richtig Bock auf unser erstes Playoff.“

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