Badminton: Lüdinghausen im DM-Finale
Union-Trainer Christoph Schnaase: „Erstmal wieder runterkommen“

Lüdinghausen -

Nach dem Halbfinalsieg gegen den TV Refrath spricht Christoph Schnaase, Trainer beim SC Union Lüdinghausen, über Emotionen und besondere Momente in dem Match, und über Spieler, die vorangehen.

Dienstag, 10.05.2016, 13:05 Uhr

Trainer Christoph Schnaase hat sich mit dem Endspiel um die Deutsche Meisterschaft noch nicht befasst.  Foto: rau

Noch am Abend nach dem siegreichen Halbfinale um die Deutsche Badminton-Meisterschaft gegen den TV Refrath hat sich Christoph Schnaase ins Auto gesetzt und ist nach Holland gefahren. Der Trainer des SC Union Lüdinghausen spannt einige Tage aus.

Hat die Mannschaft nach dem Erfolg noch gefeiert oder waren alle zu kaputt?

Schnaase: Jeder hat ein bisschen für sich selbst gefeiert. Es mussten alle nach Hause fahren, weil es ein Sonntagabend war und Montag wieder Termine anstanden. Wir haben zwar keinen Titel geholt, aber gefühlt war es schon ein Finale. Von den Emotionen war es so wie vor zwei Jahren, als wir Meister geworden sind. Es war eine gute Power in der Halle.

Was war entscheidend für den Sieg nach einem Goldenen Satz?

Schnaase: Es gab in diesem Spiel viele besondere Momente, zum Beispiel das unfassbare Spiel von Yvonne Li. Sie springt spontan ein und gewinnt – mit 17 Jahren und vor dieser Kulisse. Zugespitzt hat sich das Ganze in dem Goldenen Satz. Bei der Entscheidung, welche Spiele wir streichen und wer spielen will, hat sich herauskristallisiert, wie weit Badminton auch Mannschaftssport ist. Die Entscheidung wollten nicht wir Trainer fällen, sie sollte von den Spielerin selbst kommen. Dann ist Josche Zurwonne vorgetreten und hat seinen Doppelpartner Nick Fransman mitgerissen. Auf eine solche Reaktion hatten wir Trainer gehofft. Josche hat es geschafft, bei Nick das Feuer zu entfachen. Und dabei ist Nick ein reiner Einzelspieler, der nie Doppel trainiert. Wahnsinn!

Wie sind die Aussichten für das Finale beim in dieser Saison so souveränen BC Bischmisheim?

Schnaase: Wir gehen als Außenseiter ins Spiel und müssen sehen, welche Mannschaft wir aufs Parkett bekommen. Ich habe bislang aber noch gar keinen Gedanken ans Finale verschwendet. Diese Saison mit der Olympia-Qualifikation war so lang und hart, jetzt müssen wir erstmal wieder runterkommen und alles sacken lassen. Im Finale greifen wir dann ganz sicher wieder voll an.

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