Badminton-Bundesliga
Union Lüdinghausen geht mit Erleichterung in die Pause

Lüdinghausen -

„Das war so wichtig“, freute sich Spieler Josche Zurwonne nach dem hart umkämpften 4:3-Sieg von Union Lüdinghausen gegen den 1. BC Düren, bevor er sich auf den Heimweg nach Saarbrücken machte.

Mittwoch, 05.10.2016, 21:10 Uhr

Das Lüdinghauser Damendoppel mit Karin Schnaase (l.) und Eefje Muskens sorgte am Dienstagabend für den ersten Punkt gegen Düren.
Das Lüdinghauser Damendoppel mit Karin Schnaase (l.) und Eefje Muskens sorgte am Dienstagabend für den ersten Punkt gegen Düren. Foto: Christian Besse

In alle Winde zerstreuten sie sich – und das mit einem sehr guten Gefühl. „Das war so wichtig“, freute sich Spieler Josche Zurwonne nach dem hart umkämpften 4:3-Sieg von Badminton-Bundesligist Union Lüdinghausen gegen den 1. BC Düren (WN berichteten), bevor er sich in der Nacht wieder zum Leistungsstützpunkt nach Saarbrücken aufmachte, begleitet von Kai Schäfer, der Nummer eins der Gäste, der ebenfalls im Saarland trainiert und lebt.

Nach Brügge machte sich Yuhan Tan auf, der von seinem Job als Arzt im Krankenhaus extra einen Tag frei genommen hatte, um mitspielen zu können. „Doch ich habe in Brügge kaum Trainingsmöglichkeiten“, sagte er nach seiner klaren Niederlage im ersten Herreneinzel gegen Schäfer.

Insgesamt überwog allerdings beim gesamten Team die große Freude über den knappen Sieg gegen einen direkten Mitkonkurrenten um die Play-Off-Plätze. Denn nachdem klar war, dass Doppel- und Mixed-Spezialist Robert Blair als Trainer der schottischen Jugendnationalmannschaft unabkömmlich war, stand den Lüdinghausern gegen Düren mit Zurwonne nur ein etatmäßiger Doppelspieler zur Verfügung. Doch die Unionisten konnten sich auf ihre bärenstarken Damen verlassen. Besonders Einzelspielerin Yvonne Li glänzte mit einem nie für möglich gehaltenen Sieg gegen die Ukrainerin Maria Ulitina.

Jetzt kann das Team erst einmal durchschnaufen. Der Anschluss an die Play-Off-Plätze ist geschafft. Erst Ende Oktober geht es mit einem Auswärtsspiel beim TSV Trittau weiter. Die nächsten Heimspiele folgen sogar erst Mitte Dezember. Hoffnung macht Teammanager Michael Schnaase, dass der Niederländer Ruud Bosch jetzt langsam wieder ins Training zurückkehrt und schon Ende Oktober eine weitere Option sein könnte.

Einzig der bislang eher durchwachsene Zuschauerzuspruch bei den bisherigen Heimspielen der Saison macht den Verantwortlichen der Badmintonabteilung derzeit noch ein wenig Sorgen. „Wenn man die Stimmung und die Qualität der Spiele gegen Düren gesehen hat, wundert es schon ein wenig, dass nicht mehr Lüdinghauser den Weg in die Halle finden“, sagt Hallensprecher Ralf Kemper. Jetzt wollen die Unionisten die Köpfe zusammenstecken und weitere Ideen entwickeln, um die Begeisterung in der Halle in die Stadt zu bringen.

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