Basketball: Landesliga 7
Union Lüdinghausen hat noch ein wenig Luft nach oben

Lüdinghausen -

Mit dem fünften Platz hat Union Lüdinghausen die erste Spielzeit nach dem Aufstieg noch getoppt. Dennoch zieht Trainer Georg Kremerskothen eine gemischte Saisonbilanz.

Mittwoch, 19.04.2017, 18:09 Uhr

Auf Evgenij Grudev müssen die Lüdinghauser in der kommenden Saison verzichten. Er nimmt ein Studium in Köln auf.
Auf Evgenij Grudev müssen die Lüdinghauser in der kommenden Saison verzichten. Er nimmt ein Studium in Köln auf. Foto: Ralf Aumüller

Die Basketballer von Union Lüdinghausen haben sich in der Landesliga etabliert. Ihre zweite Saison nach dem Aufstieg schlossen sie jetzt auf Platz fünf ab. In der Spielzeit davor hatten die Korbjäger aus der Steverstadt als Fünfter abgeschlossen.

„Nicht unzufrieden, aber wir hätten oben durchaus mithalten können“, antwortet Union-Trainer Georg Kremerskothen auf die Frage nach der Saisonbilanz. „Uns fehlte ein bisschen die Konstanz.“ Auch der junge Altersdurchschnitt des Teams sei ein Grund, warum es in dieser Spielzeit unter seinen Möglichkeiten geblieben sei. „In einigen Spielen hatten wir zum Ende hin nachgelassen“, erläutert Kremerskothen. „Da fehlt noch ein wenig die Routine.“

Der Altersdurchschnitt der Mannschaft ist relativ niedrig. Dirk Bücker (30 Jahre) und Jan Wellner (28) stechen als Älteste aus der Abteilung „Jugend forscht“ heraus. Youngster des Team ist Alex Grudev, mit 16 Lenzen fast halb so alt wie Oldie Bücker.

Der Großteil der Spieler stammt aus Lüdinghausen, Ascheberg und Senden. Und das soll auch so bleiben.

Union-Trainer Georg Kremerskothen

Weit mehr als der Altersdurchschnitt schlug in der abgelaufenen Spielzeit der schmale Kader ins Gewicht. „Wir haben als Dorfverein keinen sehr großen Unterbau“, so der Coach. „Wenn einige Spieler krank oder beruflich verhindert sind, sind wir mit nur sieben oder acht Spielern am Start. Denen fehlt am Ende der Partie natürlich die Kraft.“

Umso problematischer, wenn die Gegner ohnehin mehr oder weniger auf Augenhöhe agieren: „In der Landesliga 7 kann jede Mannschaft, abgesehen von den letzten zweien, jede Mannschaft jede andere schlagen“, sagt Kremerskothen. So gelang es seinem Team, den Oberliga-Absteiger Westfalia Kinderhaus in dieser Saison beide Mal zu schlagen. Kinderhaus wurde am Ende der Spielzeit Vizemeister, mit vier Punkten Rückstand hinter dem Tabellenersten SG Telgte/Wolbeck Baskets.

„Wir werden versuchen, in der gleichen Kategorie zu spielen wie in der abgelaufenen Saison“, blickt der Union-Trainer voraus auf die kommende Spielzeit. „Aber zu mehr wird es wohl nicht reichen.“

Die Hoffnung auf einen größeren Sprung nach oben ist allein schon aufgrund des wohl weiterhin schmalen Kaders unrealistisch. Zwar bleibt das Team voraussichtlich weitgehend zusammen. Nur Evgenij Grudev wird den Verein definitiv verlassen, er nimmt ein Studium in Köln auf. „Evgenij ist ein guter und routinierter Spieler. Wir werden ihn ersetzen müssen und können“, so der Coach.

Aktiv auf Suche nach Neuzugänge gehen die Lüdinghauser nicht – zumindest nicht außerhalb der engeren Nachbarschaft. „Der Großteil der Spieler stammt aus Lüdinghausen, Ascheberg und Senden. Und das soll auch so bleiben“, sagt der selbst in Senden wohnende Georg Kremerskothen, der die Identität seines Teams als „Dorfverein“ nicht gefährden möchte.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4777505?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F4846091%2F4896959%2F
Nachrichten-Ticker