Reiten: Bundesvierkampf
Westfalen springen aufs Treppchen

Seppenrade -

Das Team Westfalen mit Annika Gebbe vom RV Seppenrade wurde unerwartet Dritter. Christoph Vornholz vom RV Lüdinghausen kam mit dem westfälischen Nachwuchsteam sogar auf Platz zwei.

Mittwoch, 26.04.2017, 19:04 Uhr

Das Team Westfalen wurde beim Bundesvierkampf unerwartet Dritter. V.l.: Lena Ahrens (RV Espelkamp), Greta Zeuzem (RV Herzebrock-Rheda), Annika Gebbe (RV Seppenrade) und Anna Dedert (RV St. Georg Oldendorf).
Das Team Westfalen wurde beim Bundesvierkampf unerwartet Dritter. V.l.: Lena Ahrens (RV Espelkamp), Greta Zeuzem (RV Herzebrock-Rheda), Annika Gebbe (RV Seppenrade) und Anna Dedert (RV St. Georg Oldendorf). Foto: privat

Einen Schritt auf unbekanntes Terrain wagten die Reiterinnen der Westfalen-Equipe beim Bundesvierkampf in Ansbach. Der deutschlandweite Wettbewerb mit kaum einzuschätzender Konkurrenz war für sie Neuland. Restlos zufrieden kehrten sie nun in die Heimat zurück: Das Team war in der Gesamtwertung – hinter Hessen und Hannover – Dritter geworden, und das bei 14 teilnehmenden Mannschaften.

„Ich glaube, das haben auch unsere Trainer nicht erwartet“, kommentierte Annika Gebbe vom RV Seppenrade den Erfolg. Die 15-Jährige stand am Ende des zweitägigen Wettbewerbs gemeinsam mit Lena Ahrens (RV Espelkamp), Greta Zeuzem (RV Herzebrock-Rheda), Anna Dedert (RV St. Georg Oldendorf) und Ersatzreiterin Charlotte Strotmeier (RV Albersloh) auf dem Treppchen .

Gebbe war die beste Einzelreiterin ihrer Equipe, unter allen Reitern beim Bundesvierkampf landete sie auf Platz acht. Ihr bestes Ergebnis lieferte sie beim Springen ab. Mit ihrer Stute „Lady“ landete die Seppenraderin in der Einzelwertung auf dem vierten Rang. „Das war schon echt cool“, so die Absolventin der Realschule Lüdinghausen . „Nach dem Laufen war ich 30., ich hätte nicht gedacht, dass ich danach noch so einen Sprung nach oben hätte machen können.“

Ich glaube, das haben auch unsere Trainer nicht erwartet.

Annika Gebbe vom RV Seppenrade

Dabei war sie am ersten Wettkampftag schon gut gestartet, mit 37,7 Sekunden über 50 Meter Freistil. „Schwimmen ist nicht mein Ding, aber diesmal klappte es erstaunlich gut. Das war mit Abstand meine beste Zeit“, so die 15-Jährige. Für die A*-Dressur musste sie wie alle Teilnehmer das Pferd wechseln. Zugelost wurde ihr eine Stute aus dem hessischen Team. Gebbe und das Pferd hatten keine Umstellungsschwierigkeiten, dennoch blieb die Seppenraderin in dieser Disziplin hinter ihren Erwartungen zurück. Beim anschließenden Laufen war sie mit 14,21 Sekunden über 3000 Metern im Plan.

Beim traditionellen Länderabend zum Abschluss des ersten Wettkampftages hatten die Westfalen schon Grund zu feiern, sie lagen in der Team-Gesamtwertung völlig unverhofft auf Platz zwei. Am zweiten Tag rutschte das Team noch ab, doch Gebbe sorgte beim Stilspringen auf A**-Niveau mit einem fehlerfreien Ritt und der Wertnote 8,2 dafür, dass es für ihre Equipe noch für den dritten Rang reichte.

Grund zur Freude hatte auch Christoph Vornholz vom RV Lüdinghausen. Er landete beim Bundesnachwuchsvierkampf in Ansbach mit dem westfälischen Team auf dem zweiten Platz. In der Einzelwertung aller bei diesem Wettbewerb teilnehmenden Reiter wurde er Vierter. Seine besten Ergebnisse erzielte Vornholz bei der E-Dressur (Wertnote 8,3/Dritter) und beim E-Stilspringen (Wertnote 8,2/Sechster).

Die Nachwuchs-Equipe aus Westfalen schrammte nur haarscharf am Sieg vorbei. Vornholz und Co. hatten am Ende 16 957 Punkte auf dem Konto, das bayerische Team ganze fünf Punkte mehr. Neben Christoph Vornholz waren für die Westfalen Shona Benner (RV Billerbeck), Greta Berkemeier (RV Albersloh) und Laurenz Terbrack (RV Nottuln) am Start.

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