Basketball: WBV-Pokal
Das ganz große Los: Union trifft auf Cup-Verteidiger Münster

Lüdinghausen -

Für die Landesliga-Korbjäger des SC Union Lüdinghausen ist es das Match des Jahres. In Runde eins des Verbandspokals bekommen sie es mit Titelverteidiger WWU Baskets Münster zu tun. Für zwei Steverstädter ist es das Wiedersehen mit den Ex-Kollegen.

Donnerstag, 20.07.2017, 18:07 Uhr

Hannes Fink trug in jungen Jahren den Dress der WWU Baskets, ehe er 2014 nach Lüdinghausen zurückkehrte.
Hannes Fink trug in jungen Jahren den Dress der WWU Baskets, ehe er 2014 nach Lüdinghausen zurückkehrte. Foto: pp

Die Losfee, schmunzelt Georg Kremerskothen , habe es zuletzt „ja immer recht gut mit uns gemeint“. 2015 trafen der Coach des Basketball-Landesligisten Union Lüdinghausen und sein Team im WBV-Pokal auf den BSV Wulfen, im Vorjahr hieß der Gegner TuS Herten. Zwei regionale Schwergewichte, keine Frage. Diesmal aber haben seine Mannen das ganz große Los gezogen: Anfang September gastiert der Cup-Verteidiger, Erstregionalligist WWU Baskets Münster, in der Steverstadt.

Es ist eine in vielerlei Hinsicht außergewöhnliche Begegnung in Runde eins des Verbandswettbewerbs. Da ist zum einen die räumliche Nähe. „Viele meiner Spieler sitzen an Samstagabenden in der Unihalle und verfolgen die Spiele der Baskets vor Ort.“ Die Wege zwischen Münster und Lüdinghausen sind aber auch auf anderer Ebene kurz: Immer wieder wechseln Union-Talente in die Domstadt, wo sie die Chance haben, in den Jugend-Bundesligen auf Korbjagd zu gehen.

Oft genug – das ist das Schöne für den SC Union –, finden sie indes auch wieder zurück zu ihrem Stammverein. Hannes Fink zum Beispiel, den in der Landesliga nicht wenige für überqualifiziert halten, der aber halt Bock hatte, mit den alten Kumpanen zu zocken. Auch Florian Surmann kehrte den Münsteranern 2016 den Rücken und schloss sich dem Heimatklub an.

Wer gewinnt, steht schon vor dem Tip-off fest: Wir nicht.

Union-Coach Georg Kremerskothen

Beide könnten Kremerskothen also eventuelle Schwächen des amtierenden WBV-Pokalsiegers stecken. Oder? „Nein“, wiegelt der Coach ab, bei einem Dreiklassenunterschied fielen Defizite der Baskets, wenn es sie denn überhaupt gebe, „kaum ins Gewicht“. Somit stehe schon vor dem Tip-off fest, wer das Parkett als Sieger verlasse: „Wir nicht.“

Trotzdem sei ihm so eine Kracherpartie allemal lieber als eine lösbare, aber sportlich unattraktive Aufgabe. Im schlechtesten Fall verbunden mit langer Anreise an einem Montagabend.

Obwohl der genaue Termin noch nicht feststeht, hofft der Union-Coach, „dass wir wie in der Liga sonntags um 18 Uhr antreten dürfen“. Das wäre dann der 10. September, wahrscheinlich in der dann wohl zum Bersten gefüllten Realschulhalle an der Tüllinghofer Straße.

Quasi zur Einstimmung stehen vorab zwei weitere hochattraktive Duelle mit dem Zweitregionalligisten TV Werne und der Reserve des Pro B-Vertreters FC Schalke 04 (Oberliga) an, die Kremerskothen bereits vereinbart hatte, als er von dem Pokal-Coup noch nichts ahnte. Gut auch, dass die Liga erst am Wochenende darauf starte, „sonst könnte die Vorfreude auf das Spiel gegen Münster die Jungs zu sehr ablenken“, glaubt der ­Head­coach.

So aber sollten seine Schützlinge die Begegnung des Jahres „mit jeder Faser genießen“ und „hoffentlich eine ganze Menge dazulernen“.

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