Badminton: Episches Match
Drama mit Happy End – Rückschau auf denkwürdiges Union-Match

Lüdinghausen -

Am Sonntag, 14 Uhr, empfängt Bundesligist Union Lüdinghausen den starken Aufsteiger Fun-Ball Dortelweil, tags zuvor gastieren die Steverstädter beim BV Mülheim. Wir erinnern an ein Duell vor drei Jahren an gleicher Stelle, in dem schier Wundersames geschah.

Freitag, 08.12.2017, 17:12 Uhr

Riesig war die Freude bei den Unionisten nach dem kaum mehr für möglich gehaltenen 4:2 in Mülheim. Hier herzt Karin Schnaase die Ex-Lüdinghauserin Selena Piek (l.).
Riesig war die Freude bei den Unionisten nach dem kaum mehr für möglich gehaltenen 4:2 in Mülheim. Hier herzt Karin Schnaase die Ex-Lüdinghauserin Selena Piek (l.). Foto: flo

Spiele gegen Mülheim sind für Michael Schnaase grundsätzlich etwas Besonderes. Fünf Mal war der Teammanager des SC Union Lüdinghausen als Aktiver Deutscher Badminton-Team-Meister mit den Ruhrstädtern. Und natürlich war da der Sieg im DM-Endspiel 2014, bis dato größter Erfolg in der Geschichte von Union. Ähnlich emotional, aber ungleich dramatischer war indes jene Begegnung in Mülheim vier Wochen zuvor, die das Finale daheim erst möglich machte.

Der WN-Redakteur war selbst vor Ort an jenem denkwürdigen 8. April – und hat Vergleichbares, sportartübergreifend, nie erlebt. Schnaase, Zeuge vieler hundert Erstligapartien, sieht das ähnlich: „Wir waren im Grunde raus aus dem Meisterschaftsrennen.“ Wenig bis gar nichts sprach nach gut der Hälfte des Matches dafür, dass es für ein Remis (gab’s damals noch) in der RWE-Halle reichen würde, das den Unionisten die Finalteilnahme – wenn auch auswärts – beschert hätte. Von einem Sieg, verbunden mit dem Heimrecht im Endspiel, ganz zu schweigen.

Tan wehrt zig Matchbälle ab

Die Gastgeber führten 2:0, André Kurniawan Tedjono und Yuhan Tan lagen in ihren Einzeln deutlich zurück. Eine weitere Pleite, und der Traum vom Endspiel vor eigenem Publikum wäre genau das geblieben: ein Traum. Dann nahm der Wahnsinn seinen Lauf. Tan, der zuvor ungezählte Matchbälle gegen Alexander Roovers abgewehrt hatte, gewann in der Verlängerung des dritten Satzes. Anschließend flippte der sonst so zurückhaltende Belgier förmlich aus, riss nicht nur die 100 Union-Schlachtenbummler, sondern auch die Teamkollegen mit, die fortan jedes Spiel gewannen. Das Wunder von Mülheim: Es war vollbracht.

Info: Union erst beim Dauerrivalen, dann daheim gegen starken Neuling

Badminton-Erstligist Union Lüdinghausen steht vor einem schweren Wochenende. Am heutigen Samstag, 15 Uhr, geht es zum Dauerrivalen BV Mülheim, am morgigen Sonntag kommt mit Fun-Ball Dortelweil ein bärenstarker Aufsteiger.

„Unser Ziel ist mindestens, in Mülheim einen Punkt zu holen und gegen Dortelweil zu gewinnen“, sagt Unions Teammanager Michael Schnaase. Das wären dann drei Punkte. Selbst mit einer knappen Niederlage könnte Schnaase in Mülheim leben – denn die Gastgeber verfügen über ein starkes Team, das in der Tabelle sogar einen Platz vor Union rangiert, auf Rang drei. Ein 3:4 bringt nach der Bundesliga-Zählweise einen Punkt. Alle sieben Begegnungen erwartet Michael Schnaase auf Augenhöhe.

Zwar kann er auf seinen stärksten Kader zurückgreifen, doch muss das Team nach dem allzu deutlichen 0:7 beim BC Beuel erst einmal wieder Selbstvertrauen finden.

Tags darauf gastiert dann Dortelweil ab 14 Uhr in der Halle des St.-Antonius-Gymnasiums. Die Gäste aus Hessen haben einen glänzenden Saisonstart hinter sich und sogar den TSV Trittau bezwungen, gegen den Union verloren hatte. „Wir sind also gewarnt“, so Schnaase. Dennoch sieht er sein Team in der Favoritenrolle. Dabei setzt er natürlich auch auf die Heimstärke. Zu Hause ist das Team noch ungeschlagen – und das soll zumindest bis zum nächsten Wochenende so bleiben. Dann gastiert der Serienmeister und Tabellenführer 1. BC Bischmisheim an der Stever. mkle

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