Badminton: Bundesliga
Es ist noch alles drin für Union

Lüdinghausen -

Es hätten mit Blick auf ein mögliches Playoff-Heimspiel schon ein, zwei Pünktchen mehr auf dem Konto des SC Union 08 Lüdinghausen sein können. Andererseits verweist Teammanager Michael Schnaase bei seiner Halbzeitbilanz auf einen nicht zu unterschätzenden Rückrundenvorteil.

Dienstag, 26.12.2017, 16:12 Uhr

Enge Kiste: Viele Spiele der Union-Asse waren im Verlauf der Hinrunde schwer umkämpft, etliche wurden erst im Entscheidungssatz entschieden.Foto: flo
Enge Kiste: Viele Spiele der Union-Asse waren im Verlauf der Hinrunde schwer umkämpft, etliche wurden erst im Entscheidungssatz entschieden.Foto: flo

Mit dem 2:5 vor zehn Tagen gegen Serienmeister Bischmisheim endete für Badminton-Erstligist Union Lüdinghausen die Hinrunde. Die Bilanz: fünf Siege, vier Niederlagen, aktuell Platz fünf. Das sei für den Moment okay, findet Teammanager Michael Schnaase. Um mindestens einen Rang solle die Mannschaft im Verlauf der Rückrunde aber schon noch klettern – um im Playoff-Viertelfinale in den Genuss eines Heimspiels zu kommen.

Saisonverlauf

Die Hinrunde begann mit einem Paukenschlag für die Unionisten, 5:2 gewannen sie auswärts beim erneut hoch gewetteten Meister TV Refrath. Ob Schnaase nach dem fulminanten Auftakt mit drei weiteren Siegen aus den nächsten vier Begegnungen mit einem noch besseren Abschneiden gerechnet hat? „Vielleicht. Man darf aber nicht die Unwägbarkeiten außer Acht lassen. Gegen Bischmisheim war definitiv ein Punkt drin. Und das 0:7 in Beuel kann man nach dem tragischen Tod von Erik Meijs nicht nach sportlichen Gesichtspunkten bewerten. Pech für uns war, dass Mülheim am grünen Tisch gegen die Bonner gewonnen hat und Trittau gegen deren bessere Zweitvertretung. Sonst würden wir jetzt vielleicht vor beiden Teams stehen.“

Starke Einzel

Keine wirkliche Überraschung ist das starke Auftreten in den Einzeln. Die Nummer zwei bei den Männern, Nic Fransman (7:2), schnitt – ein Stück weit erwartbar – von allen Unionisten am besten ab. Neuzugang Kai Schäfer (4:4) steht in Zahlen nicht ganz so gut da, habe aber ebenfalls überzeugt, betont Schnaase: „Erstens hatte Kai die stärkeren Gegner, zweitens hat ihn eine Lebensmittelvergiftung locker zwei Siege gekostet.“ Und die knappen Niederlagen gegen Marc Zwiebler (Bonn) und Joachim Persson (Trittau) seien schlichtweg der fehlenden Routine des 24-Jährigen geschuldet, so der Teammanager. Yvonne Li hat sechs ihrer neun Einzel gewonnen. Entsprechend zufrieden ist Schnaase mit seiner Nummer eins. Zwar hätte auch ihre Bilanz noch einen Tick besser ausfallen können, aber: „Yvonne, das darf man nie vergessen, ist immer noch erst 19. Schwankungen sind in dem Alter selbstverständlich.“

Viele Doppel

Sage und schreibe 14 verschiedene Paarungen gab es im Verlauf der Hinrunde in den Doppeln und im Mixed. „Wir haben nun mal viele Optionen“, erklärt Schnaase. Mal habe er sich bei der Aufstellung an der Stärke des Gegners orientiert, mal auf das Fehlen Einzelner (oder Schäfers zwischenzeitliche Unpässlichkeit) reagiert. Zu den Gewinnern der Hinrunde zählt Roman Zirnwald. Der Österreicher, wie Linda Efler im Sommer von Ex-Zweitligist TV Emsdetten gekommen, überzeugte an Schäfers (3:2) wie auch an Robert Blairs Seite (2:1). Bei den Damen steigerten sich Efler und die vierte Neue im Bunde, Eva Janssens (vorher Beuel), von Spiel zu Spiel (4:4). Im Mixed ist die Ausbeute bis dato bescheidener. Nur Janssens und Josche Zurwonne (2:0) haben eine positive Bilanz. „Wir haben sehr viel ausprobiert. Manches hat geklappt, anderes nicht. Auch diese Erfahrungswerte nehmen wir mit ins neue Jahr“, so Schnaase.

Ausblick

„Es ist noch alles drin“, gibt sich der sportlich Verantwortliche nach der Hinrunde kämpferisch. Bis auf die Übermannschaft aus Saarbrücken, die trotz der Verletzung der deutschen Nummer eins, Fabian Roth, alle Spiele mehr oder weniger souverän gewonnen hat, seien alle Mannschaften, die aktuell vor Lüdinghausen liegen, in Reichweite: „Zumal Trittau, Refrath , Mülheim und Bonn noch zu uns müssen.“ Eminent wichtig sei ein erfolgreicher Start ins neue Jahr am 9. Januar (Dienstag), wenn ab 19 Uhr Mitbewerber Trittau (15 Zähler, einer mehr als Lüdinghausen) im Anton gastiert. Laut Schnaase „ein Schlüsselspiel“. Aber auch die Teams, die derzeit hinter dem eigenen rangieren, müsse Union im Blick behalten. Allen voran den Titelverteidiger: „Refrath kommt allmählich ins Rollen.“

Info: Hinrundenbilanz

Schäfer 4:4

Fransman 7:2

Li 6:3

Zirnwald 0:1

Zurwonne/Fransman 1:3

Zurwonne/Blair 1:2Zurwonne/Schäfer 1:0Schäfer/Zirnwald 3:2Blair/Zirnwald 2:1Fransman/C. Schnaase 1:0

Fransman/Blair 0:1

Janssens/Efler 4:4

Janssens/Li 0:1

Zurwonne/Janssens 2:0

Zurwonne/Efler 1:1

Blair/Janssens 1:1

Blair/Efler 0:2

Zirnwald/Efler 0:1

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