Badminton: DM
Ein Unionist kommt durch: Titel für Zurwonne

Lüdinghausen -

Drei Spieler des SC Union Lüdinghausen hatten gestern in Bielefeld die Chance, Deutscher Meister zu werden. Einer, Josche Zurwonne, nutzte sie. Dabei sei der Druck viel größer gewesen als bei seinem ersten Titelgewinn vor drei Jahren.

Sonntag, 04.02.2018, 20:02 Uhr

Josche Zurwonne und DM-Debütant Jones Ralfy Jansen (r.) gaben auf dem Weg zum Titel nur einen Satz ab.
Josche Zurwonne und DM-Debütant Jones Ralfy Jansen (r.) gaben auf dem Weg zum Titel nur einen Satz ab. Foto: Claudia Pauli

Am Freitagabend, nach den Viertelfinal-Begegnungen, schien noch der totale Triumph für die Spieler des Badminton-Bundesligisten Union Lüdinghausen möglich. Da waren fünf Medaillen bereits fix. Doch schon tags darauf musste das besonders goldträchtige Mixed Linda Efler /Marvin Seidel (Bischmisheim) seine Titelhoffnungen begraben, weil sich der Partner der Unionistin eine Fußverletzung zugezogen hatte (siehe unten). Dann verloren Efler und Seidels Klubkameradin Olga Konon auch noch ihr Vorschlussrundenduell gegen Johanna Goliszewski/Lara Käpplein (Mülheim) und, gestern Mittag, Yvonne Li und Kai Schäfer ihre jeweiligen Final-Premieren bei nationalen Meisterschaften.

Blieb also noch genau eine Titelchance für die Steverstädter – und die nutzte Josche Zurwonne, der gemeinsam mit DM-Debütant Jones Ralfy Jansen (Wipperfeld) das Herren-Doppel gegen Peter Käsbauer/Johannes Pistorius (Bischmisheim/Freystadt) 21:15, 25:23 gewann – im allerletzten Duell dieser 66. Deutschen Meisterschaft. Für den 29-Jährigen war es das zweite Gold in Ostwestfalen nach 2015, damals noch mit dem Refrather Max Schwenger an seiner Seite.

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Druck größer als 2015

Allerdings sei die Ausgangslage vor drei Jahren eine ganz andere gewesen, so das Union-Eigengewächs: „Diesmal haben wir die Setzliste angeführt, da ist die Erwartungshaltung eine ganz andere.“ Doch Zurwonne/Jansen hielten dem Druck stand, steigerten sich von Match zu Match und überstanden die wenigen kritischen Momente auf dem Weg zu Gold. Am späten Freitagabend, nach einem langen Tag, habe „mangelnde Konzentration“ zum einzigen Satzverlust in der Runde der letzten Acht gegen Lucas Bednorsch und Lucas Gredner (Wittorf/Peine) geführt. Tags darauf und im Endspiel mussten die Favoriten jeweils Satzbälle abwehren. Stoppen ließen sie sich nicht.

Marathon-Mann Schäfer geht die Kraft aus

Schäfer war „eigentlich ganz zufrieden“ mit den Tagen in Bielefeld. „Schade halt, dass ich so nah dran war am Titel“, so der 24-Jährige nach dem 24:22, 20:22, 14:21 gegen den Bischmisheimer Max Weißkirchen. Ganze zwei Punkte fehlten Schäfer, Nummer zwei der Setzliste, beim Stand von 20:20 in Satz zwo zum größten Tri­umph auf nationaler Ebene. Im Entscheidungsdurchgang „hat   Max noch mal richtig Druck gemacht, während bei mir die Kräfte allmählich schwanden“, so der frischgebackene Vize-Champion. Kein Wunder, hatte Marathon-Mann Schäfer tags zuvor, beim Halbfinalerfolg über Angstgegner Alexander Roovers (Mülheim), doch unglaubliche 75 Minuten auf dem Court gestanden. Auch deshalb habe ihm im Finale „etwas die Frische gefehlt“.

Tempo zu hoch für Li

Li, 2014, 2015, 2016 und 2017 jeweils DM-Dritte, war noch einen Tick näher dran am Titel. Auch sie hatte den ersten Durchgang gegen Luise Heim (Beuel) gewonnen (21:17) – und im Folgesatz sogar einen Matchball. Doch die Vorjahressiegerin glich zum 21:21 aus, holte auch die nächsten beiden Ballwechsel – und ließ der Lüdinghauserin beim anschließenden 21:6 nicht den Hauch einer Chance. „Sie war bis zum Schluss flott auf den Beinen. Ich konnte dieses Tempo irgendwann nicht mehr mitgehen“, gestand Li, der – wie Schäfer – noch ein hartes Dreisatzmatch in den Knochen steckte: Am Samstag hatte die 19-Jährige die top-gesetzte Fabienne Deprez ausgeschaltet.

„Yvonne hat wie Kai gut gespielt. Und beide werden aus der Erfahrung lernen“, macht Routinier Zurwonne den Vereinsgefährten Mut für die 67. DM-Auflage im kommenden Jahr.

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