Volleyball: DVV-Pokal
Eishockey zum Kennenlernen – SAP-Arena für Sina Fuchs kein Neuland

Lüdinghausen -

Für Sina Fuchs ist es „der größte Erfolg meiner Karriere“. Wie die Lüdinghauserin und der 1. VC Wiesbaden im Endspiel am Sonntag gegen den Dresdner SC bestehen wollen, erzählt die 25-Jährige im WN-Interview.

Donnerstag, 01.03.2018, 18:27 Uhr aktualisiert: 01.03.2018, 18:30 Uhr
Sina Fuchs (l.) und der 1. VC Wiesbaden schalteten im Halbfinale den souveränen Bundesligaspitzenreiter Allianz MTV Stuttgart im Tiebreak aus.
Sina Fuchs (l.) und der 1. VC Wiesbaden schalteten im Halbfinale den souveränen Bundesligaspitzenreiter Allianz MTV Stuttgart im Tiebreak aus. Foto: Imago/Hansjürgen Britsch

Am Sonntag trifft Sina Fuchs , vormals Union Lüdinghausen , mit Wiesbaden im DVV-Pokalfinale vor riesiger Kulisse – erwartet werden über 10 000 Fans – auf den vierfachen Cup-Sieger Dresden. Für sie gehe ein langgehegter Traum in Erfüllung, verrät die 25-Jährige im Gespräch mit unserem Redaktionsmitglied Florian Levenig .

2006, kurz vor Ihrem Wechsel zum USC Münster, standen die „Unabhängigen“ zum bis dato letzten Mal im Pokalfinale. Schlechtes Timing, oder?

Fuchs: Kann man so sagen (lacht). Umso schöner, dass es mit Wiesbaden gleich im ersten Anlauf geklappt hat. Für mich persönlich ist es der größte Erfolg überhaupt. Noch dazu, weil wir auf dem Weg ins Finale in Stuttgart gewonnen haben.

Jenes Team, an dem der USC und Sie zwei Mal im Halbfinale gescheitert waren.

Top-Teams schlagbar

Fuchs: Genau. Die Scharte ist schon mal ausgewetzt. Wichtig war der Erfolg auch, weil er uns gezeigt hat, dass wir selbst die absoluten Top-Teams schlagen können. Das sollte uns Mut machen vor der Partie gegen Dresden.

In der Liga war Wiesbaden beide Male chancenlos gegen den DSC.

Fuchs: Stimmt. Dresden scheint uns weniger zu liegen als Stuttgart. Aber: In einem Spiel ist vieles möglich. Und wie heißt es so schön: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.

Haben Sie als Zuschauerin schon mal die besondere Endspielatmosphäre schnuppern dürfen?

Fuchs: Vor Jahren, als das Finale noch in Halle war. Schon das war beeindruckend. Die SAP-Arena ist aber noch mal eine Spur größer. Wir haben dort letztens ein Eishockey-Spiel gesehen, sind also mit den Gegebenheiten ein wenig vertraut.

Wiesbaden spielt auch für erkrankte Keddy

Ihre Teamkollegin Jennifer Keddy ist schwer erkrankt. Spielt die Mannschaft am Sonntag auch für Sie?

Fuchs: Selbstverständlich. Zumal sie ja zu diesem großen Erfolg beigetragen hat. Sollten wir das Finale wirklich gewinnen, dann gebührt ihr dieser Titel in ganz besonderem Maße.

Felix Orthmann, Lüdinghauser wie Sie, bestreitet vorab mit Bühl das Männer-Finale gegen Friedrichshafen. Feuern Sie einander gegenseitig an?

Fuchs: Leider nicht. Wenn wir anreisen, spielt Felix schon. Da die gemeinsame Siegerehrung aber nach unserem Spiel ist, drückt er mir hoffentlich die Daumen.

Sie könnten zusammen die Pokalsiege von Bühl und Wiesbaden feiern.

Fuchs: Guter Plan (lacht).

Sitzt ihre Familie auf der Tribüne?

Fuchs: Die Mutter schon. Meine Schwester Pia muss selbst mit Union spielen.

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