Fußball: Bezirksliga 8
So weit die Füße tragen: Derbysieg für läuferisch überragende Unionisten

Nordkirchen -

Union Lüdinghausen hat das Derby beim FC Nordkirchen mit 2:1 (0:0) gewonnen. Die Gäste warfen genau das in die Waagschale, was in einem Nachbarschaftsduell besonders gefragt ist.

Donnerstag, 17.05.2018, 23:05 Uhr

Andreas Kahlkopf (r.), hier im Duell mit Nordkirchens Bülent Gündüz, bereitete das 0:1 klasse vor.
Andreas Kahlkopf (r.), hier im Duell mit Nordkirchens Bülent Gündüz, bereitete das 0:1 klasse vor. Foto: flo

Bemerkenswert, dass die Spieler des Fußball-Bezirksligisten SC Union Lüdinghausen nach der Neuauflage der Partie beim FC Nordkirchen – der erste Versuch war am Sonntag wegen des Gewitters abgebrochen worden – noch die Kraft für ein Siegertänzchen fanden. Waren sie doch zuvor 96 Minuten gerannt, als gäbe es eine besonders üppige Kilometerpauschale. Die gab’s natürlich nicht, dafür aber eine (vermutlich bescheidene) Siegprämie. Denn die Gäste gewannen das Derby mit 2:1 (0:0) und schöpften neuen Mut im Rennen um den Ligaverbleib.

Ob der Sieg verdient war? Wen interessiert‘s? Natürlich spielte der FCN den gepflegteren Ball, aber das war ja schon vorher klar. Auch besaßen die Hausherren in Hälfte die Mehrzahl an Chancen, allein der Ex-Herberner Joachim Mrowiec hatte zwei, drei Mal das 1:0 auf dem Fuß. Die dickste Gelegenheit zur Führung hatte allerdings Pierre Koczubik, dem nach Lucas Roters’ Zuspiel – frei vor FCN-Keeper Philipp Sandhowe – die Nerven versagten.

Kara: Sieg des Willens

Besser machte es der wuselige Offensivmann der Lüdinghauser kurz nach dem Wiederanpfiff und Andreas Kahlkopfs blitzgescheitem Pass – 0:1. Die Freude währte allerdings nur fünf Minuten, dann traf der ehemalige Jugend-Nationalspieler Raphael Lorenz im Nachfassen zum 1:1. Es war aus Union-Sicht die kritischste Phase, wie auch Coach Bülent Kara einräumte: „Da sind wir hinten ganz schön geschwommen.“ Besser: gerannt. Nils Husken, Lucas Roters, Jan Autering, später der ohnehin laufstarke Niklas Hüser, der dem Spiel der Steverstädter neuen Schub gab: Sie machten jeden nötigen Meter, gaben keinen Ball verloren. Kara sprach von einem „Sieg des Willens“, den Husken – nach Kahlkopf-Ecke – mit einem Schuss aus der Halbdistanz fix machte.

Union: Rudolph – Weimer (61. Hüser), Schürmann, Pinnekämper, Voll, Sander – Kahlkopf (86. Thiering), Autering, Roters, – Koczubik (80. T. Höning), Husken. Tore: 0:1 Koczubik (52.), 1:1 Lorenz (57.), 1:2 Husken (73.). Beste Spieler: Autering, Ro­ters, Koczubik, Husken.

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