Badminton: Team-WM
Union-Asse müssen kühlen Kopf bewahren

Lüdinghausen -

35 Grad sind es aktuell in Bangkok. Aber nicht nur deshalb erwartet die vier Lüdinghauser bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft in der thailändischen Hauptstadt ein ganz heißer Tanz.

Freitag, 18.05.2018, 19:05 Uhr

Alle vier Lüdinghauser – hier der Deutsche Vizemeister Kai Schäfer – sind WM-erprobt. Trotzdem droht das Aus schon in der Vorrunde.
Alle vier Lüdinghauser – hier der Deutsche Vizemeister Kai Schäfer – sind WM-erprobt. Trotzdem droht das Aus schon in der Vorrunde. Foto: flo

Als es dem Deutschen Badminton-Verband (DBV) bei der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften im Februar in Russland zum neunten Mal in Folge gelang, sich mit beiden Teams für die Weltmeisterschaft zu, waren es bis zu minus 21 Grad. Bei der am Pfingstsonntag (20. Mai) in Bangkok/Thailand beginnenden Mannschafts-WM müssen die deutschen Athleten, darunter vier Lüdinghauser, mit 35 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 78 Prozent zurechtkommen. Aber nicht nur deshalb erwartet den DBV-Tross: ein ganz heißer Tanz.

An den Titelkämpfen nehmen die jeweils 16 besten Nationen der Welt teil. Entsprechend hoch ist schon in den Gruppenspielen das Niveau. Spazierten Deutschlands Männer wie Frauen in Russland ohne größere Anstrengungen durch die Vorrunde, wäre das Weiterkommen in Thailand eine faustdicke Überraschung. Vom Gewinn einer Medaille – die DBV-Damen gewannen in Kazan Silber, die Herren Bronze – ganz zu schweigen.

Dicke Brocken schon in der Vorrunde

Josche Zurwonne, Kai Schäfer (beide Union Lüdinghausen) und Co. messen sich in Gruppe C am Sonntag, 14 Uhr MESZ, mit Taiwan, am Dienstag (4 Uhr) mit Japan und tags darauf, gleiche Zeit mit Hongkong. Japan zählt laut Bundesstützpunkttrainer Christoph Schnaase zu den Medaillenanwärtern, Taiwan sei ebenfalls ein ziemlicher Brocken. Hongkong habe noch am ehesten die Kragenweite der deutschen Männer.

Auch die Frauen, darunter die Unionistinnen Yvonne Li und Linda Efler stehen in Gruppe B vor extrem hohen Hürden. Die ersten beiden Plätze, die fürs Weiterkommen nötig sind, scheinen an Gastgeber Thailand (am Sonntag, 9 Uhr, erster Gegner), und Taiwan (Dienstag, 14 Uhr) um die Weltranglistenerste Tzu Ying Tai vergeben. Zum Abschluss trifft die DBV-Auswahl am Mittwoch, 14 Uhr, auf Hongkong.

Die Herausforderung für die DBV-Asse besteht aber nicht nur darin, sich mit einigen der besten Badmintonspieler auf diesem Planeten zu messen, wie Schnaase, der auch den hiesigen Erstligisten coacht, ausführt: „Die riesigen, runtergekühlten Arenen und der damit einhergehende Wind in den Hallen, die Zuschauermassen: Für unsere Leute ist das sehr ungewohnt.“ Schnaases Wunsch: „Dass beide Teams so auftreten, wie man das von Außenseitern erwarten darf – frech und unbekümmert.“

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