Fußball: Bezirksliga 8
Mehr Union wagen – Lüdinghausen startet mit neuem Konzept in die Vorbereitung

Lüdinghausen -

2017/18 haben sie es bei Union Lüdinghausen mit einem Dutzend Neuzugängen aus anderen Vereinen probiert. Der Erfolg hielt sich in Grenzen. Daraus haben die Verantwortlichen am Westfalenring gelernt. Diesmal haben die Neuen überwiegend Stallgeruch.

Sonntag, 08.07.2018, 16:02 Uhr

Gruppenbild mit Trainerstab und Neuzugängen: Betreuer Giuseppe Papa (h.v.l.), Bülent Kara, Benedikt Vester, Sören Hellkuhl, Kevin Pächer, Daniel Schürmann, Co-Trainer Ingo Witschenbach sowie Lucas Roters (v.v.l.), Gianluca Papa, Sascha Schmidt, Dimitrij Martel und Fode Camara. Florian Hüser und Tuna Kayabasi fehlen.
Gruppenbild mit Trainerstab und Neuzugängen: Betreuer Giuseppe Papa (h.v.l.), Bülent Kara, Benedikt Vester, Sören Hellkuhl, Kevin Pächer, Daniel Schürmann, Co-Trainer Ingo Witschenbach sowie Lucas Roters (v.v.l.), Gianluca Papa, Sascha Schmidt, Dimitrij Martel und Fode Camara. Florian Hüser und Tuna Kayabasi fehlen. Foto: flo

Vergleicht man den aktuellen Kader des Fußball-Bezirksligisten SC Union Lüdinghausen mit jenem von vor zwölf Monaten, könnte man auf die Idee kommen, der damalige sei hochwertiger gewesen. Auf dem Papier mag das sogar stimmen. Nur: Die, die 2017 kamen – teils namhafte Leute – erfüllten nicht alle die Erwartungen, die die Verantwortlichen am Westfalenring in sie gesetzt hatten. Einige waren auch schon wieder weg, als es im Frühjahr ans Eingemachte ging.

Insofern ist die Entscheidung, (noch) stärker auf Leute aus dem eigenen Stall zu setzen, nachvollziehbar. Die, die in der dramatischen Schlussphase der Spielzeit 2017/18 voranmarschierten, die, die maßgeblich zum Klassenerhalt in allerletzter Minute beitrugen: Das waren nicht zuletzt Spieler, die von klein auf den schwarz-roten Dress tragen. „Was nutzt mir denn einer, der vielleicht ganz gut kicken kann, aber aus Münster kommt und sich nicht annähernd so mit dem Verein identifiziert wie unsere Eigengewächse?“, will Lüdinghausens sportlicher Leiter Daniel Schürmann wissen. Eine rhetorische Frage.

Vier Externe und fünf A-Jugendliche neu

Mehr Union wagen, so könnte also das Motto für die Zukunft lauten. Dazu passt, dass gleich fünf A-Jugendliche (Florian Hüser, Sören Hellkuhl, Lucas Roters, Sascha Schmidt, Fode Camara) und ein Mann der Zweiten, Gianluca Papa, die Erste verstärken. „Alles gute Jungs“, weiß Cheftrainer Bülent Kara , die aber „ihre Zeit brauchen – und von uns bekommen werden“.

In viereinhalb Wochen – so lange dauert die Vorbereitung – lässt sich aus einem talentierten Kreisliga-A-Junior kein gestandener Bezirksliga-Senior schnitzen, klar. Deshalb haben die Lüdinghauser zusätzlich vier erfahrenere, externe Spieler geholt, die die Jungen anleiten sollen. Vom Ex-Ligarivalen VfL Kamen kommt Tuna Kayabasi, ein Mann für die Offensive. Mittelfeld-Allrounder Dimitrij Martel hat zuletzt beim B-Ligisten Arminia Appelhülsen gespielt, Benedikt Vester (TuS Ascheberg), zugleich Co-Trainer, und Kevin Pächer (PSV Bork/beide Kreisliga A) sollen die Defensive verstärken.

Ein konkretes Saisonziel mag Kara nicht ausgeben, einen Wunsch hat der Trainer aber schon: „Bitte nicht wieder bis zum letzten Spieltag zittern müssen.“ Das erste Testspiel bestreitet Union am kommenden Sonntag, 13 Uhr, im Rahmen eines Kurztrainingslagers gegen die eigene Zweite.

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