Badminton: WM
China – cool: Auch Eva Janssens fährt zur WM

Lüdinghausen -

Aus der Dreier-Reisegruppe des SC Union Lüdinghausen zur Individual-Weltmeisterschaft in Ninjang ist ein Quartett geworden. Eva Janssens fährt als Nachrückerin mit. Noch vor einem halben Jahr lag für die 22-Jährige China in weiter Ferne.

Donnerstag, 19.07.2018, 18:30 Uhr

Nimmt zum ersten Mal an einer Individual-Weltmeisterschaft teil: die Lüdinghauserin Eva Janssens.
Nimmt zum ersten Mal an einer Individual-Weltmeisterschaft teil: die Lüdinghauserin Eva Janssens. Foto: flo

Eigentlich wollte Eva Janssens Ende des Monats Urlaub machen. Das kann die 22-Jährige nun knicken – was aber durchaus keine schlechte Nachricht ist, da die Doppel-Spezialistin des Badminton-Bundesligisten Union Lüdinghausen ganz kurzfristig für die Weltmeisterschaft nachnominiert wurde. „Freudig überrascht“ sei sie gewesen, als sie vor vier Tagen die Nachricht vom DBV bekam, sich doch bitte zügig um ein Visum zu bemühen. Schon am Samstag geht der Flieger nach Taiwan, wo sich die deutsche Nationalmannschaft eine Woche lang intensiv auf die WM in China vorbereitet. Zwei ihrer Teamkollegen – Doppelpartnerin Linda Efler und Kai Schäfer – weilen bereits in Asien, wo sie ein Turnier bestreiten ( siehe Meldung ). Der vierte Unionist im Bunde, Josche Zurwonne, kommt wie Janssens am Wochenende nach.

Komplizierte Saison

Für die Lüdinghauserin, im Vorjahr vom 1. BC Beuel an die Stever gewechselt, ist es das vorläufige Happy End einer komplizierten Saison. Der Verband hatte Ende 2017 die Doppel neu geordnet. Efler, Janssens langjährige Partnerin, spielte fortan auf internationaler Bühne mit der Bischmisheimerin Olga Konon zusammen, sie selbst bildete ein Duo mit Judith Petrikowski. Ganz verstanden habe sie die Entscheidung der Nationaltrainer damals nicht. „Aber vielleicht war es im Nachhinein gut, mal was anderes zu probieren“, sinniert die gebürtige Aachenerin.

Und sei es nur, damit die DBV-Verantwortlichen kein halbes Jahr später feststellten, dass Efler/Janssens offenbar doch die bessere Wahl sind. Dank guter Ergebnisse, vor allem zuletzt in Nordamerika, kletterten sie im internationalen Ranking so emsig, dass sie bei der WM als Nachrücker zum Zuge kommen.

Auftaktgegner schlagbar

Und jetzt? „Als Debütantin sollte Eva die Weltmeisterschaft vor allem genießen und wichtige Erfahrungen auf diesem Top-Niveau sammeln“, empfiehlt Ingo Kindervater. Janssens pflichtet dem Bundestrainer im Prinzip bei. Allerdings: „Die Auslosung hat es ganz gut mit uns gemeint. Vielleicht können wir ja doch die erste Runde in Nanjing überstehen.“

Ihr erstes Match bestreiten die beiden Unionistinnen, aktuell die Nummer 81 in der Welt, gegen die nur unwesentlich höher eingestuften Ägypterinnen Doha Hany/Hadia Hosny (Nr. 74). Im Falle eines Weiterkommens würde allerdings im Sechzehntelfinale wohl ein schier unüberwindbares Hindernis auf die Lüdinghauserinnen warten: die Weltranglistenachten Jongkolphan Kititharakul/Rawinda Prajongjai (Thailand).

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