Badminton: Bundesliga
Der Doktor dankt ab – Yuhan Tan verlässt Union Lüdinghausen

Lüdinghausen -

Yuhan Tan, viele Jahre die Nummer eins des SC Union Lüdinghausen, steht dem Deutschen Meister von 2014 nicht mehr zur Verfügung. Teammanager Michael Schnaase bedauert den Entschluss des Belgiers nicht nur aus sportlicher Sicht.

Freitag, 07.09.2018, 19:02 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 31.08.2018, 19:59 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 07.09.2018, 19:02 Uhr
Spielte zehn Jahre für Union, nahm zwei Mal an Olympia teil und ist elffacher belgischer Meister: Yuhan Tan.
Spielte zehn Jahre für Union, nahm zwei Mal an Olympia teil und ist elffacher belgischer Meister: Yuhan Tan. Foto: Markus Kleymann

In einer Woche (8. September) beginnt mit dem Spitzenspiel zwischen Union Lüdinghausen und dem TV Refrath die neue Saison der Badminton-Bundesliga. Einer ist in den Reihen der Gastgeber nicht mehr dabei, der sich schon in der vergangenen Saison rar gemacht, aber doch noch einen ganz wichtigen Punkt beim Spiel in Wipperfeld geholt hat: Publikumsliebling Yuhan Tan, lange Jahre die Nummer eins im Team, wird nicht mehr für die Lüdinghauser auflaufen.

Elf Mal nationaler und ein Mal Deutscher Meister

„Er hat mir Bescheid gesagt, dass er aufgrund seiner beruflichen Belastung nicht mehr bei uns spielen will“, so Teammanager Michael Schnaase. Der Belgier Tan hatte neben seiner einzigartigen Karriere mit zwei Olympia-Teilnahmen (2012/2016) und elf (!) nationalen Einzeltiteln hintereinander parallel seine berufliche Laufbahn aufgebaut. Er absolvierte ein Medizinstudium und ist jetzt als Arzt in einem Krankenhaus angestellt. „Er kann nicht mehr viel trainieren, und auch seine Anfahrt wäre mit 400 Kilometern pro Weg einfach zu weit gewesen“, erläutert Schnaase, der den Verlust sehr bedauere.

Denn Tan überzeugte nicht nur durch viele Siege und seine spektakuläre Spielweise. Auch am Rande des Feldes sorgte er stets für gute Stimmung. Beteiligt war er auch am Erringen des Deutschen Mannschaftsmeisters 2014 – sicher ein Höhepunkt seiner Karriere.

Natürlich werden die Lüdinghauser ihn nach seinen zehn Jahren, die er das Union-Trikot trug, noch gebührend verabschieden. „Er hat versprochen, zu einem der nächsten Heimspiele zu kommen“, so Schnaase. Dann werden sich alle Spieler, aber auch viele Zuschauer noch einmal über das Wiedersehen mit dem 31-Jährigen freuen können.

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Zusätzlicher Chef fürs Klarastift
 
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