Motorradsport: Langbahn-Team-WM
Jens Bennekers Bronzemedaille schimmert golden

Lüdinghausen/Morizes -

Bei der Weltmeisterschaft im südfranzösischen Morizes hat die deutsche Mannschaft überraschend Bronze gewonnen. WM-Debütant Jens Benneker (AMSC Lüdinghausen) war besonders happy – aus gutem Grund.

Mittwoch, 05.09.2018, 17:46 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 04.09.2018, 20:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 05.09.2018, 17:46 Uhr
Trägt üblicherweise die Startnummer 34, machte aber für die WM eine Ausnahme: Jens Benneker. Anschließend jubelten (kl. Bild v.l.) Jörg Tebbe, Lukas Fienhage, Teammanager Josef Hukelmann und der Lüdinghauser über Bronze.
Trägt üblicherweise die Startnummer 34, machte aber für die WM eine Ausnahme: Jens Benneker. Anschließend jubelten (kl. Bild v.l.) Jörg Tebbe, Lukas Fienhage, Teammanager Josef Hukelmann und der Lüdinghauser über Bronze. Foto: Milena Stumpe/DMSB

Jens Benneker hat also alles richtig gemacht. Während mancher Nationalfahrer den weiten Weg nach Südfrankreich scheute (die WN berichteten), hatte der Mann vom AMSC Lüdinghausen umgehend zugesagt, als Teammanager Josef Hukelmann das Aufgebot für die Langbahn-WM in Morizes bestellte. Belohnt wurde der 29-Jährige mit einer Bronzemedaille, die in Abwesenheit etlicher deutscher Zweirad-Asse golden schimmerte.

Es war der vorletzte Lauf, der gleich zwei Nationen zum Jubeln brachte: Im Duell zwischen Frankreich und Deutschland feierten die Gastgeber den Titel, während Benneker und Co. über Rang drei happy waren. Es war ein Treppchenplatz, den man angesichts der Umstände so nicht zwingend erwarten durfte. Dank einer kompakten Mannschaftsleistung und großem Teamgeist musste Team Germany vor 3800 Zuschauern bei der Siegerehrung außer Frankreich nur noch Großbritannien den Vortritt lassen.

Teamgeist enorm

„Wir haben schon viele WM-Titel gewonnen. Aber das hier bedeutet mir sehr viel und freut mich ungemein“, sagte Hukelmann nach dem Wettkampf. Jörg Tebbe, Lukas Fienhage und Danny Maaßen begannen mit einem 9:6-Sieg gegen die Niederlande, dem das Trio ein 9:6 gegen Tschechien, ein 5:10 gegen die Briten und ein 9:6 gegen die Scheden folgen ließ.

Im letzten Rennen gegen Frankreich (6:9) hatte dann der Ersatzfahrer aus Lüdinghausen seinen großen Auftritt. Zwar ging Benneker bei seinem Team-WM-Debüt punktemäßig leer aus – zu dominant agierte wie schon in den Läufen zuvor der souveräne Weltmeister –, doch die Freude über Platz drei war „sehr, sehr groß“, betonte der Steverstädter. Während der ersten vier Runs habe er den Mannschaftskollegen „mit Rat und Tat zur Seite gestanden“.

Empfang in der Heimat

Zeit, den wohl größten Erfolg seiner noch jungen Karriere vor Ort zu feiern, blieb freilich keine: „Wir haben gleich nach der Siegerehrung die Maschinen verladen und uns auf den Rückweg gemacht.“ Dafür wurde der Heimkehrer am Sonntag, nach 13 Stunden Fahrt, von einer AMSC-Abordnung gebührend empfangen.

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