Fußball: Bezirksliga 8
Ein Sieger, kein Verlierer – Union bietet FC Nordkirchen lange die Stirn

Lüdinghausen -

Trotz der 0:2 (0:0)-Niederlage gegen den Klassenbesten FC Nordkirchen muss sich Union Lüdinghausen nicht grämen. Die couragierte Leistung hätte bei etwas kürzerer Spieldauer sogar zu Zählbarem gereicht.

Mittwoch, 12.09.2018, 19:44 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 09.09.2018, 20:35 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.09.2018, 19:44 Uhr
Das Tempo war phasenweise enorm hoch. Hier versuchen Florian Hüser (M.) und Fode Camara (r.) Nordkirchens Robin Schwick zu stellen. Foto: flo
Das Tempo war phasenweise enorm hoch. Hier versuchen Florian Hüser (M.) und Fode Camara (r.) Nordkirchens Robin Schwick zu stellen. Foto: flo

Co-Spitzenreiter FC Nordkirchen hat das Bezirksliga-Nachbarschaftsduell bei Union Lüdinghausen mit 2:0 (0:0) gewonnen. So weit, so erwartbar. Als Verlierer mussten sich die Schwarz-Roten nach dem Schlusspfiff dennoch nicht fühlen. Immerhin hatten sie dem FCN – neben Bövinghausen das Maß aller Dinge in dieser Spielklasse – einen ganz heißen Tanz geliefert. Freuen durfte sich auch der Union-Kassierer: Gut und gerne 400 Zuschauer – etliche davon aus Nordkirchen – wollten Zeuge dieses rassigen Derbys sein.

Lob für die engagierte Leistung gab es auch von Gästetrainer Issam Jaber: „Die Lüdinghauser haben das über weite Strecken gut gemacht. Sie haben uns im Mittelfeld immer wieder zugestellt und clever verteidigt.“ Auch Union-Coach Bülent Kara war „richtig stolz auf meine Mannschaft. Dass Nordkirchen mit dieser unfassbaren Qualität zu Chancen kommen würde, war doch klar.“ Richtig brenzlig wurde es am Westfalenring nach etwa einer halben Stunde, als erst Patrick Trawinski aus spitzem Winkel knapp verzog, Lüdinghausens Keeper Mike Piepenburg Dominick Lünemanns Schuss klasse parierte und Daniel Krüger zwei Mal das Tor verfehlte.

Rudelbildung und späte Tore

Dann der Moment, der die Gemüter erhitzte: Jonathan Krüger hatte FCN-Mann Robin Schwick rotwürdig von den Beinen geholt (78.). Der Unparteiische beließ es bei Gelb, die Folge: eine größere Rudelbildung vor der Nordkirchener Bank. „Kann passieren“, fand Kara, nur: „Meine Spieler hätten in der Szene kühlen Kopf bewahren und sich wieder aufs Spiel konzentrieren müssen.“

Taten sie nicht, was indirekt das 0:1 zur Folge hatte. Piepenburg, der kurz zuvor nach Nils Vennekers Chance erneut glänzend gehalten hatte, räumte in der Box Dennis Närdemann ab. Den fälligen Elfer verwandelte Ex-Unionist Florian Fricke. Kurz darauf machte Krüger nach Schwick-Flanke per Flugkopfball alles klar.

Union: Piepenburg – Weimer, Vester (40. Martel), Homann, J. Krüger, Sander – F. Hüser, Kahlkopf, Roters (87. Öztürk) – Koczubik, Camara (73. Salkovic). Tore: 0:1 Fricke (83./FE), 0:2 D. Krüger (86.). Beste Spieler: Piepenburg, Homann, Weimer.

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