Fußball: Bezirksliga 8
Alles klar, Herr Kommissar – Tobias Tumbrink coacht Union Lüdinghausen

Lüdinghausen -

Tobias Tumbrink heißt der neue Trainer des SC Union Lüdinghausen. Der Mann hat einst in den höchsten Amateurligen gekickt, kennt sich aber auch im Altkreis aus. Das 0:9-Debakel in Eichlinghofen schreckt den künftigen Coach nicht ab. Im Gegenteil.

Dienstag, 02.10.2018, 19:46 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 02.10.2018, 19:41 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 02.10.2018, 19:46 Uhr
Nahmen den künftigen Coach Tobias Tumbrink nach der Vorstellung am Dienstagabend in die Mitte (v.l.): Ingo Witschenbach, Daniel Schürmann, Werner Stattmann und Norbert Höning.
Nahmen den künftigen Coach Tobias Tumbrink nach der Vorstellung am Dienstagabend in die Mitte (v.l.): Ingo Witschenbach, Daniel Schürmann, Werner Stattmann und Norbert Höning. Foto: flo

Lange haben die Verantwortlichen des SC Union Lüdinghausen nicht gebraucht, um einen Nachfolger für Bülent Kara zu finden. Was nicht heiße, dass man sich am Westfalenring für den Erstbesten entschieden hat, wie der sportliche Leiter Daniel Schürmann ausführt. Vielmehr waren alle Entscheider nach den ersten Gesprächen vom neuen Mann – Tobias Tumbrink – so angetan, dass die Sache nach 72 Stunden fix war. Am Dienstagabend stellte der hiesige Bezirksligist den künftigen Trainer vor.

Eins-a-Lösung mit bemerkenswerter Vita

„Tobi ist unsere Eins-a-Lösung“, betont Schürmann. Als junger Mann – Tumbrink ist erst 29 – mit eigenen Ideen, der aber mit beiden Beinen im Leben stehe, erfülle er die Grundvoraussetzung für den Job. Von dessen Fußballverstand ganz zu schweigen. In der Jugend kickte der Selmer bei Westfalenligist VfB Waltrop und bei Preußen Münster, als Erwachsener beim damaligen Verbandsligisten BV Brambauer, beim SV Südkirchen (seinerzeit Bezirksliga), bei seinem Heimatverein SG Selm (Kreisliga A) und, für ein halbes Jahr, beim Oberligisten Westfalia Herne. In jenen Tagen hatte Tumbrink aber schon gesundheitliche Probleme – das Ende der aktiven Laufbahn.

Sein erstes (Spieler-)Traineramt übte der Kripobeamte, der in Recklinghausen arbeitet, beim TuS Ascheberg 2 aus. Seither kennen und schätzen sich auch Lüdinghausens spielender Assistenzcoach Benedikt Vester und er. Zuletzt arbeitete Tumbrink bei der SG Selm Deniz Sahin zu.

Junge Spieler formbar

An der Aufgabe bei den Schwarz-Roten reizt den Neuen, „dass ich es hier fast ausnahmslos mit jungen Spielern zu tun habe, die Neues noch aufsaugen wie ein Schwamm“. Am Vorsonntag standen sieben Mann in der Startelf der Lüdinghauser, die kürzlich erst im eigenen Verein ausgebildet worden waren – Tumbrink gefällt das.

Dass Union zuletzt auswärts zwei Mal arg unter die Räder kam, schreckt den künftigen Chefcoach indes nicht ab. Natürlich wolle er „jedes Spiel gewinnen“ und „nach Möglichkeit die Klasse“ halten. Vor allem aber müsse man Druck gerade von den Unerfahrenen nehmen. Wenn denn der Worst Case am Saisonende eintreten sollte, dann nehme man halt in der A-Liga einen neuen Anlauf. Schürmann, Co-Trainer Ingo Witschenbach sowie die Abteilungsvorständler Werner Stattmann und Norbert Höning nicken. Alles klar, Herr Kommissar.

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