Badminton: Bundesliga
Bislang blitzsaubere Bilanz ausbauen: Union Lüdinghausen doppelt daheim

Lüdinghausen -

Union Lüdinghausen hat am Samstag, 15 Uhr, den forschen Neuling BW Wittorf und tags darauf, 14 Uhr, den TSV Trittau zu Gast. Vor allem mit dem TSV will Union noch ein paar offene Rechnungen begleichen.

Freitag, 12.10.2018, 18:07 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 05.10.2018, 20:37 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 12.10.2018, 18:07 Uhr
Kommt als frischgebackene „Czech Open“-Siegerin, wird im Doppel aber wohl den Platz an der Seite von Linda Efler (hi.) für Eva Janssens räumen: Yvonne Li.
Kommt als frischgebackene „Czech Open“-Siegerin, wird im Doppel aber wohl den Platz an der Seite von Linda Efler (hi.) für Eva Janssens räumen: Yvonne Li. Foto: flo

Der kann richtig was.“ Ralf Kemper, zweiter Vorsitzender der hiesigen Badmintonabteilung und Hallensprecher bei den Union-Bundesligaspielen, zeigte sich schwer beeindruckt. Er war selbst beim unerwarteten Auswärtssieg der Lüdinghauser am vergangenen Sonntag in Mülheim als Zuschauer in der Halle und zeigte sich begeistert vom Spielvermögen des niederländischen Neuzugangs Jelle Maas. „Darauf dürfen wir uns echt freuen“, ist sich Kemper vor den zwei Heimspielen am heutigen Samstag um 15 Uhr gegen BW Wittorf und am morgigen Sonntag um 14 Uhr gegen den TSV Trittau sicher, dass der Bronzemedaillengewinner der vergangenen Europameisterschaft eine echte Verstärkung ist.

Maas-Heimpremiere

An diesem Wochenende gibt Maas also sein Heimdebüt – und Teammanager Michael Schnaase strebt gegen beide Nordlichter Siege an. Zunächst geht´s gegen den starken Aufsteiger BW Wittorf. „Eine harte Nuss“, meint Schnaase. Denn das Team aus dem hohen Norden hat in den ersten drei Bundesliga-Begegnungen sehr gute Ergebnisse eingefahren. Tags darauf kommt dann der TSV Trittau nach Lüdinghausen, durchaus ein Angstgegner. Gegen die Gäste schied Union 2017 und 2018 – jeweils im Play-off-Viertelfinale – aus.

Dass dies in dieser Saison nicht erneut geschieht, dafür soll aber nicht nur Maas sorgen. Yvonne Li hat vor sieben Tagen mit ihrem Sieg bei den „Czech Open“ erstmals Platz gefunden unter den besten 50 Badmintonspielerinnen der Welt. Motiviert dürfte auch der Österreicher Roman Zirnwald sein, der als frisch gebackener Europameister der Altersklasse O 35 in die Steverstadt kommt.

Schäfer geschwächt

Und mit Nick Fransman, Josche Zurwonne, Linda Efler und Eva Janssens hat Union weitere fleißige Punktesammler im Team. Einzig Kai Schäfer bereitet Michael Schnaase Sorgen. Ein grippaler Infekt hatte ihn erwischt, so dass der amtierende Vizemeister in Mülheim passen musste. „Ich hoffe, dass er am Wochenende dabei sein kann“, setzt der Teammanager auf eine schnelle Genesung Schäfers.

Allzu gern würden die Unionisten ihre bislang blitzsaubere Bilanz von drei Siegen aus drei Spielen ausbauen. „Wir wollen beide Spiele gewinnen“, gibt Michael Schnaase die Richtung vor. Doch einfach, da ist sich der Teammanager ganz sicher, werde dieses Unterfangen nicht.

Fünf Fragen an . . .

Yvonne Li, Nummer eins des SC Union und frischgebackene Czech-Open-Siegerin.Ihr erster Turniersieg auf diesem Niveau?Li: Ja, der erste auf der sogenannten Challenger-Tour.Und dann gleich so souverän und ohne Satzverlust. Hat Sie das überrascht?Li: Ein wenig schon. Das Finale war auch richtig gut. Noch mehr hat mich gefreut, dass ich die ganze Woche so konstant gespielt habe.Haben die Unionisten sich auch gefreut, dass sie in Mülheim ohne Sie auskommen mussten?Li: Das hat mir selbst am meisten leidgetan, zumal ja die halbe Mannschaft ausgefallen ist.Gutes Stichwort: Was ist eigentlich möglich, wenn Union mal komplett ist?Li: Zumindest wollen wir ins Final Four. Mit Jelle Maas haben wir einen richtig guten Mann für die Doppel dazubekommen. Was auch von uns Einzelspielern den Druck nimmt, immer gewinnen zu müssen. Wobei: Wegen der anstehenden Olympia-Quali werden immer mal wieder Leute fehlen.Am Sonntag kommt der Union-Angstgegner. Gibt es ein „Trittau-Trauma“?Li: Weiß ich nicht. Trittau ist eine sehr unbequeme Mannschaft, das stimmt. Aber gerade nach den jüngsten Niederlagen werden wir umso motivierter sein, den Spieß endlich mal umzudrehen.

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