Badminton: Bundesliga
Wenn alles zusammenkommt – Union Lüdinghausen verliert 1:6 gegen Mülheim

Lüdinghausen -

Union Lüdinghausen hat die Neuauflage des DM-Endspiels 2014 gegen den 1. BV Mülheim mit 1:6 verloren. Nur ein Unionist stemmte sich vehement gegen die deutliche Niederlage.

Sonntag, 13.01.2019, 17:46 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 18:02 Uhr
Wehrte sich im Einzel nach Kräften, musste sich aber seinem Nationalmannschaftskollegen Alexander Roovers beugen: Kai Schäfer.
Wehrte sich im Einzel nach Kräften, musste sich aber seinem Nationalmannschaftskollegen Alexander Roovers beugen: Kai Schäfer. Foto: flo

Dass Union Lüdinghausen seine Badminton-Bundesligapartie gegen den 1. BV Mülheim verlieren würde, war schon vor dem ersten Aufschlag klar. Vier Ausfälle – Linda Efler, Yvonne Li und Jelle Maas bestreiten Turniere in Asien, Josche Zurwonne ist verletzt – sind in der Beletage eine zu große Hypothek. Selbst ein 3:4, für das es immerhin einen Zähler gibt, war im Grunde außer Reichweite. Also setzten sich die tapferen Steverstädter ein neues Ziel: „nur“ 2:5 zu verlieren und die Ruhrstädter in der Tabelle so auf Distanz zu halten. Aber auch das erwies sich als Wunschdenken: Die Gäste gewannen 6:1, griffen volle drei Punkte ab und verdrängten Union von Platz zwei.

„Ein ziemliches Kackergebnis“, fand Christoph Schnaase deftige, aber ehrliche Worte nach der Partie. Und wer wollte ihm die Enttäuschung verdenken? Es „kam ja alles zusammen“, fasste Lüdinghausens Coach den verkorksten Nachmittag zusammen. Das fing schon mit dem ersten Match an. Ein gesunder Nick Fransman und Robert Blair hätten das Gästedoppel Tom Wolfenden/Konstantin Abramov zumindest ein bisschen gefordert. Nur schränkte der lädierte Knöchel den Aktionsradius des Niederländers, der später das zweite Einzel gar kampflos abgab, erheblich ein.

Damen – wie erwartet – chancenlos

Die Niederlagen von Hannah Schröder/Lea Timpeltey – das Doppel schlägt sonst in der Landesliga auf – und Eva Janssens, die Li im Einzel vertrat, waren eh eingeplant. Ein bisschen was hatten sich die Gastgeber indes im Mixed ausgerechnet. „Nur haben Roman Zirnwald und ich leider nie in die Partie gefunden“, räumte Janssens nach dem 0:3 gegen Wolfenden/Lara Käpplein ein.

Schäfer stark, aber glücklos

Dass das 2:5-„Wunschergebnis“ trotzdem lange möglich schien, lag an Kai Schäfer. Trotz großen Trainingsrückstands wegen einer Knieblessur überzeugte Lüdinghausens Nummer eins im Doppel (mit Zirnwald) wie im Einzel, in dem er seinen Nationalmannschaftskollegen Alexander Roovers über die maximale Distanz zwang. „Die Beine fühlten sich bis zum Ende gut an, aber der Kopf war irgendwann leer“, bekannte Schäfer nach dem mitreißenden Fünf-Satz-Match.

Janssens war da in Gedanken schon sieben Tage weiter. „Vielleicht stehen uns am nächsten Wochenende zumindest Jelle und Yvonne zur Verfügung, dann sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.“ Am Sonntag, 14 Uhr, ist Janssens Ex-Team, der 1. BC Beuel, im Anton zu Besuch. Tags zuvor, 18 Uhr, gastiert Union beim TV Refrath.

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