Badminton: 67. DM
Golden Girls – Yvonne Li und Linda Efler triumphieren in Bielefeld

Lüdinghausen -

Für die Spieler des Bundesligisten SC Union Lüdinghausen war es ein fast perfektes Finalwochenende. Yvonne Li gewann ein Mal, Linda Efler gar zwei Mal Gold. Nur ein Unionist war ein wenig betrübt.

Sonntag, 03.02.2019, 16:21 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 18:32 Uhr
Yvonne Li gab im gesamten Turnierverlauf nicht einen Satz ab.  
Yvonne Li gab im gesamten Turnierverlauf nicht einen Satz ab.   Foto: Claudia Pauli/DBV

Was für ein triumphaler Finaltag: Erst holte Linda Efler ( Union Lüdinghausen ) bei den 67. Deutschen Meisterschaften in Bielefeld Gold im Damen-Doppel, dann legte Vereinskollegin Yvonne Li im Einzel nach. Und schließlich, im Mixed, Eflers zweiter Streich. Zudem gewann – in Abwesenheit des verletzten Doppel-Titelverteidigers Josche Zurwonne – Kai Schäfer bei den Männern Bronze.

Siegpremiere

Für Li war es, wie für Efler, der erste Meistertitel. Zuvor hatte die 20-Jährige vier Mal mit Bronze und ein Mal mit Silber in der Seidenstickerhalle vorliebnehmen müssen. Nun also der langersehnte Gold-Coup. Obschon die Nummer eins der Setzliste – bei aller Freude – auch kritische Worte nach dem am Ende deutlichen Erfolg (21:17, 21:6) über die Siegerin von 2013, Fabienne Deprez (Langenfeld), fand: „Es war nicht das beste Spiel – wir waren beide nervös. Ich bin froh, dass ich den ersten Satz noch gedreht habe. Mein Ziel war, von Beginn an Vollgas zu geben. Im zweiten Satz hat das dann geklappt. Dadurch habe ich einiges an Nerven gespart.“

Ganz ähnlich war zuvor das Mixed-Finale verlaufen: In Satz eins der Partie gegen Raphael Beck/Isabel Hertt­rich (Refrath/Bischmisheim) mussten sich Efler und der Saarbrücker Marvin Seidel mächtig strecken (22:20), im zweiten Durchgang war es dann eine glasklare Angelegenheit (21:13).

Eflers zweiter Streich

„Wir freuen uns riesig, dass wir endlich den ersten Titel geholt haben. Es ist super, hier zu spielen – die Atmosphäre in der Halle ist einmalig“, sprudelte es aus Efler nach der Siegpremiere heraus. Bereits im Vorjahr war das Duo heißer Goldanwärter – bis zu Seidels Verletzung in der Vorschlussrunde. Der Hunger der gebürtigen Emsdettenerin war damit freilich noch nicht gestillt. Im Damen-Doppel bezwangen Efler/Herttrich die top-gesetzten Mülheimerinnen Johanna Goliszewski und Lara Käpplein ebenfalls in zwei Durchgängen(21:15, 21:18).

Wie 2018: Weißkirchen stoppt Schäfer

Wenn man so will, hatte auch Schäfer das Finale erreicht. Präziser: das vorweggenommene Endspiel. Am Samstag, in der Vorschlussrunde, waren die beiden Besten des Vorjahres, der Lüdinghauser und Maß Weißkirchen aufeinandergetroffen. Und wie 2018 setzte sich der Beueler, der tags darauf Überraschungsfinalist Samuel Hsiao (Wipperfeld) deutlich bezwang, durch (21:17, 22:20).

„Schade, dass es wieder nicht geklappt hat“, so Schäfer. Der Steverstädter hatte in Durchgang zwei bereits deutlich geführt (16:9). Dann aber „war ich etwas zu verkrampft. Mag sein, dass am Ende auch der Trainingsrückstand eine Rolle gespielt hat“, so der 25-Jährige, den zuletzt eine Knieblessur gestoppt hatte.

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