Fußball: Jungprofi
Alm-Auftrieb – Amos Pieper wechselt zu Arminia Bielefeld

Lüdinghausen -

Amos Pieper, früher Union Lüdinghausen, hat im U 18-Nationalteam gestanden und war drei Mal Deutscher Meister. Jetzt ist der 21-Jährige zu Zweitligist Arminia Bielefeld gewechselt. Der erste Gänsehautmoment ließ nicht lange auf sich warten.

Freitag, 08.02.2019, 21:00 Uhr
Hat bei Zweitligist Arminia Bielefeld seinen ersten Profivertrag unterzeichnet: Ex-Unionist Amos Pieper
Hat bei Zweitligist Arminia Bielefeld seinen ersten Profivertrag unterzeichnet: Ex-Unionist Amos Pieper Foto: rminia-bielefeld.de

Amos Pieper ist seit ein paar Tagen Profifußballer. „Natürlich“ hätte er dafür, seinen Traumberuf ausüben zu dürfen, auch in Kauf genommen, die Zelte weitab des Altkreises aufzuschlagen. Nun hat er aber mit Arminia Bielefeld einen Arbeitgeber gefunden, der in kaum mehr als einer Autostunde erreichbar ist. Für den 21-Jährigen: „ein Bonus“.

Nähe zur Heimat ein Bonus

Pieper ist „absolut heimatverbunden“. Unlängst war er Zaungast beim Bezirksligaderby zwischen dem SC Union Lüdinghausen , für den er damals in der D-Jugend kickte, und dem FC Nordkirchen, seinem Stammverein. Wenig später sah er sich ein Spiel der örtlichen Regionalliga-Volleyballerinnen an. Sein Bruder sei mit einer Unionistin verbandelt, so Pieper, dessen eigene Freundin, ebenfalls Lüdinghauserin, in der Nachbarschaft Basketball spielt.

Ganz so oft wie zu seiner Dortmunder Zeit – mit dem BVB wurde er drei Mal Jugendmeister, zuletzt spielte er für die Regionalliga-U 23 der Schwarz-Gelben – werde man ihn in den kommenden Wochen in der Steverstadt nicht zu Gesicht bekommen. Gerade richte er sich seine Bude in Bielefeld ein („persönlicher als Hotel“). Und natürlich sei der Aufwand in Liga zwei noch mal ein ganz anderer als in der vierthöchsten Spielklasse.

Der nächste logische Schritt

Das langfristige Engagement in Ostwestfalen (Vertragsende: 2022) bezeichnet der Innenverteidiger als „den nächsten logischen Schritt“. Auch sei er nicht etwa vor der womöglich fehlenden Perspektive, im BVB-Star-Ensemble unterzukommen, geflüchtet. Vielmehr habe die Arminia ihm einen „attraktiven Weg“ aufgezeichnet, der „einfach passt“. Klar sei – irgendwann – die erste Liga das Ziel. Aber erstens „bin ich ja noch jung“. Und zweitens lasse sich eine solche Karriere unmöglich am Reißbrett entwerfen.

Stichwort Patrick Fritsch, der ebenfalls über Union zu den Dortmundern stieß, laut Pieper mit noch mehr Talent gesegnet gewesen sei als er selbst, doch seit seinem Kreuzbandriss Sportinvalide ist. „Für Patti tut’s mir total leid“, erklärt sein ehemaliger Mitspieler. Auch sei kein Profi vor einer schweren Verletzung gefeit. Trotzdem könne er, gerade als Abwehrmann, „ja schlecht Zweikämpfen aus dem Weg gehen, weil da vielleicht mal was kaputtgeht“.

HSV-Spiel emotionaler Höhepunkt

Bei der Arminia, das sei bei einem Wintertransfer nun mal so, müsse er sich für den Moment hinten anstellen. Zumal das Tempo und die physischen Anforderungen im Unterhaus deutlich höher seien als zwei Klassen tiefer. Trotzdem habe er sein „erstes emotionales Highlight“ – das 2:0 über Spitzenreiter Hamburger SV – bereits hinter sich. Obschon er 90 Minuten auf der Bank saß. Die Atmosphäre auf der mit 26 500 Zuschauern ausverkauften Alm: „der Wahnsinn“.

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