Badminton: Mixed-Team-EM
Jelle Maas, Selena Piek und Co. scheinen reif fürs Podium

Kopenhagen -

Seit 13 Jahren warten die Niederländer auf eine Podestplatzierung bei der Kontinentalmeisterschaft. In diesem Jahr könnte was gehen für Oranje. Gecoacht wird das Team von einem alten Bekannten.

Mittwoch, 13.02.2019, 20:49 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 19:16 Uhr
Trugen ihren Teil zum Sieg über Spanien bei: Ex-Unionistin Selena Piek (r.) und Cheryl Seinen.
Trugen ihren Teil zum Sieg über Spanien bei: Ex-Unionistin Selena Piek (r.) und Cheryl Seinen. Foto: flo

Ruud Bosch gehörte zu jener goldenen Generation niederländischer Badmintonspieler, die 2006, im eigenen Land, Silber bei der Mixed-Team-EM gewannen (hinter, als hätte jemand daran gezweifelt, Dänemark). Seine Nachfolger sind seither noch jedes Mal daran gescheitert, es Bosch und Co. gleichzutun. Immer wieder waren sie knapp dran am Gewinn einer Medaillen, immer wieder strahlten auf dem Podest die anderen. 2019 jedoch, glaubt Jelle Maas, „stehen die Chancen besser denn je. Die Auslosung sollte uns in die Karten spielen.“ Zwar sei die Übermannschaft Dänemark außer Reichweite. Aber: Platz zwei in Gruppe 1 und damit das Erreichen der Halbfinals ist das erklärte Ziel von Oranje .

Dafür müssen die Niederländer Spanien und Frankreich schlagen. Der erste Schritt ist geschafft, bei Redaktionsschluss der Lokalsportausgabe führten Maas und Co. gegen die Iberer bereits uneinholbar mit 3:1.

In den Doppeln eine Macht

Der 27-Jährige spielt in der Bundesliga für Union Lüdinghausen – jenes Team, für das auch Bosch einst aktiv war und mit dem er vor fünf Jahren Deutscher Meister wurde. In Kopenhagen fungiert der 34-jährige Familienvater als Bondscoach – und teilt Maas’ Optimismus in Sachen Podium: „In den Doppeln sind wir unglaublich stark. Außer den Dänen kann uns da kaum einer gefährlich werden.“

Ex-Unionistin hat zugelegt

Was im Besonderen für das Damen-Duo Selena Piek /Cheryl Seinen gelte, das in der gestrigen Partie relativ problemlos Paula Lopez/Lorena Usle bezwang: „Seit Selena sich in der dänischen Profiliga mit den Besten der Besten misst, hat sie qualitativ noch mal zugelegt.“ Schon damals in Lüdinghausen waren er und Piek ein ligaweit gefürchtetes Mixed.

Und wie schätzt Bosch die Chancen der Deutschen in Kopenhagen ein? „Ihnen fehlt es – anders als uns – an Erfahrung, das könnte den Ausschlag geben, wenn es um die Medaillen geht.“ Dennoch verfolge er mit großem Interesse die Auftritte der Unionisten bei der DM. Yvonne Li hat es Bosch dabei richtig angetan: „Die wird ja immer besser!“

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