Badminton: Mixed-Team-EM
Niederlage zu hoch – DBV-Auswahl fightet beherzt

Kopenhagen -

Deutschland hat das zweite Gruppenspiel gegen Russland mit 0:5 verloren. Klingt nach einer Abreibung, war es aber mitnichten. Auch hat die DBV-Auswahl den Gewinn einer Medaille längst noch nicht abgeschrieben.

Donnerstag, 14.02.2019, 19:11 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 19:34 Uhr
Marvin Seidel (v.l.) und Linda Efler mussten sich im Mixed Vladimir Ivanov und Ekaterina Bolotova geschlagen geben.
Marvin Seidel (v.l.) und Linda Efler mussten sich im Mixed Vladimir Ivanov und Ekaterina Bolotova geschlagen geben. Foto: flo

Verlieren sei immer blöd, findet Yvonne Li. Aber „schon gar nicht will man diejenige sein, die den entscheidenden dritten Punkt abgibt“. Doch genau das war soeben passiert. Die aktuell beste deutsche Badmintonspielerin hatte bei der Mixed-Team-EM gegen Evgeniya Kosetskaya in zwei Sätzen verloren (18:21, 15:21) – und Russland stand zum frühestmöglichen Zeitpunkt als Sieger der Partie fest (Endstand: 5:0). Am Freitag, 14 Uhr, kommt es somit zwischen Deutschland und England (schlug Irland mit 5:0) zum „Endspiel“ um Gruppenplatz zwei. Schon ein 3:2 würde der DBV-Auswahl zum Einzug in die Vorschlussrunde reichen.

Li zu ungeduldig

So weit dachte Li unmittelbar nach ihrer Niederlage nicht, zu groß war die erste Enttäuschung. Zumal die Pleite vermeidbar gewesen sei, so die Nummer eins des SC Union Lüdinghausen: „Klar, Evgeniya hat das taktisch gut gemacht und konnte sich auf ihre Schlaghärte verlassen. Aber ich war oft zu ungeduldig, habe viel zu viele Fehler aus dem Halbfeld gemacht.“

Zuvor hatten sich bereits ihre Vereinskollegin Linda Efler und Marvin Seidel (Bischmisheim) im Mixed Vladimir Ivanov/Ekaterina Kosetskaya – ebenfalls in zwei Sätzen (18:21, 16:21) – geschlagen geben müssen. Die Deutschen Meister hatten in Durchgang eins lange geführt (5:1, 11:8). Der Plan, das Zentrum zu besetzen und die Russen mit ihren Angriffsschlägen permanent zu stressen, er schien aufzugehen. Doch dann habe vor allem Ivanov das Spielfeld immer wieder breit gemacht, so die Unionistin. Darauf „wussten wir keine Antwort“.

Drama im Herren-Doppel

Grämen muss sich Efler nicht, der Mann ist zigfacher Europameister und gewann 2016 an der Seite von Ivan Sozonov die All England Open, eines der bedeutendsten Turniere überhaupt. Umso bemerkenswerter, dass Mark Lamsfuß (Wipperfeld)/Seidel ebenjenes Duo später am Rande einer Niederlage hatte. Fünf Matchbälle vergaben die Deutschen in der mitreißendsten Begegnung des Tages, ehe sich doch die Routiniers mit 27:25 in Satz drei durchsetzten.

Auch Efler/Isabel Herttrich (Bischmisheim) schnupperten im Entscheidungssatz des letzten Matches am Sieg, verloren aber gegen Bolotova/Alina Davietova mit 21:14, 14:21, 22:24. „Für die Moral ist so ein 0:5 weniger gut“, wusste Li.

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