Badminton: Mixed-Team-EM
Lernen statt Sightseeing – Kai Schäfer nimmt Kopenhagen nur am Rand wahr

Kopenhagen -

Kai Schäfer und die übrigen DBV-Asse haben für die Schönheiten Kopenhagens nur bedingt etwas übrig. Was auch daran liegt, dass sie im 24-Stunden-Takt ihre Matches bestreiten – aber nicht nur.

Donnerstag, 14.02.2019, 19:37 Uhr aktualisiert: 15.02.2019, 16:31 Uhr
Spätes Frühstück um halb zehn: Unionist Kai Schäfer (l.) bereitet sich auf sein Tagwerk vor.
Spätes Frühstück um halb zehn: Unionist Kai Schäfer (l.) bereitet sich auf sein Tagwerk vor. Foto: flo

Kopenhagen zählt zu den sehenswertesten Metropolen weltweit. Man könnte sich zum Beispiel die formschönen Sitzmöbel im Design-Museum anschauen. Durch den Tivoli schlendern. Kiffen in Christiania. Okay, für Hochleistungssportler ist Letzteres eher keine Option. Aber auch sonst bekommen die deutschen Badminton-Asse von den Zerstreuungsmöglichkeiten in Dänemarks Hauptstadt wenig mit.

Hotel, Halle, Hotel

„Ein bisschen vom Flair“ Kopenhagens nehme man schon wahr, erzählt Kai Schäfer. Aber ansonsten spiele sich das Tagesgegeschehen im Wesentlichen zwischen Sporthalle und Hotel ab, erzählt der Mann von Union Lüdinghausen beim späten Frühstück um halb zehn. Gleich danach ist Teambesprechung, dann geht’s zum Training, Spielbeginn ist um 14 Uhr, gegen 18 Uhr geht‘s mit dem Shuttle-Bus zurück. Nachbesprechung, Physiotherapie, Abendessen.

Und dann? Gleich um die Ecke gebe es da diesen Nachtklub, scherzt Marvin Seidel , Mixed-Partner der Lüdinghauserin Linda Efler. Tatsächlich neigen professionelle Badmintonspieler – anders als gewisse Fußballer – nicht dazu, nächtens über die Stränge zu schlagen. Was vielleicht eine Typ­frage ist, aber auch damit zu tun hat, dass mäßig bezahlte Nischensportler, so gut und erfolgreich sie sein mögen, stets die Zeit nach der aktiven Laufbahn mitdenken müssen. „Einige haben ihre Uni-Sachen mit“, berichtet BWL-Student Schäfer. Lernen statt Sightseeing.

Touri-Programm nur nach Jetlag

Wobei: Gerade auf Fernreisen bleibe schon Zeit, Land und Leute kennenzulernen, weiß Seidel. Der Bischmisheimer und die Lüdinghauserin Efler haben bereits des Öfteren an großen Turnieren in Asien teilgenommen. Unmittelbar nach der Ankunft sei wegen des Jetlags an Sport eh nicht zu denken, „da schaut man sich dann doch das eine oder andere an“.

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