Badminton: Mixed-Team-EM
Auf Lüdinghauser Kai Schäfer und Yvonne Li ist Verlass

Lüdinghausen -

Nach dem 0:5 tags zuvor gegen Russland waren im Internet bereits die ersten Abgesänge auf das deutsche Team angestimmt worden. Tja. Am Freitag belehrte die DBV-Auswahl ihre Kritiker eines Besseren. Zwei Unionisten legten sich besonders ins Zeug.

Freitag, 15.02.2019, 20:21 Uhr aktualisiert: 16.02.2019, 17:20 Uhr
Unionist Kai Schäfer bezwang Ex-Europameister Rajiv Ouseph in zwei Sätzen. Dank des 3:2-Erfolges über England haben die Deutschen eine EM-Medaille bereits sicher.
Unionist Kai Schäfer bezwang Ex-Europameister Rajiv Ouseph in zwei Sätzen. Dank des 3:2-Erfolges über England haben die Deutschen eine EM-Medaille bereits sicher. Foto: flo

Rajiv Ouseph ist ein Schwergewicht in der Badminton-Szene. Vor zwei Jahren noch war der Routinier Einzel-Europameister. Doch am Freitag traf er auf einen Mann, der sich von all den großen Siegen des 32-Jährigen partout nicht beeindrucken ließ: Kai Schäfer. Der Lüdinghauser spielte erstaunlich reif, taktisch clever – und legte mit seinem Zweisatzerfolg (21:18, 26:24) den Grundstein zum späteren 3:2 der DBV-Auswahl über England. Damit haben sich die Deutschen doch noch fürs Semifinale qualifiziert, in dem sie am heutigen Samstag, 10 Uhr, abermals auf Russland treffen.

Unionisten legen Grundstein zum Sieg

„Nach vier, fünf Ballwechseln hatte ich das Gefühl, es könnte was gehen“, strahlte Schäfer. Auch weil sein an sich so erfahrener Gegner zuverlässig Fehler um Fehler produzierte. „Im Grunde“, so Schäfer, „musste ich nur das eigene Risiko minimieren. Irgendwann hat Rajiv dann die Geduld verloren und den Ball ins Netz oder ins Aus gefeuert.“

Somit stand es nach verlorenem Mixed 1:1. Yvonne Li , ebenfalls Union Lüdinghausen, tat es Schäfer gleich und bezwang Chloe Birch (27:25, 21:18). Nervenstärke bewies die 20-Jährige im ersten Durchgang, in dem sie insgesamt sechs Satzbälle abwehrte. Im zweiten lag sie schnell deutlich vorn (12:6). „Da machte Chloe auf mich einen ziemlich müden Eindruck“. Doch die Engländerin, in der Weltrangliste als 44. knapp vor Li (46.) positioniert, machte es noch mal spannend.

Herren-Doppel erneut bärenstark

Eine umso deutlichere Angelegenheit war das Herren-Doppel: Marvin Seidel/Mark Lamsfuß (Bischmisheim/Wipperfeld), die schon tags zuvor gegen die Russen Vladimir Ivanov/Ivan Sozonov über weite Strecken geglänzt hatten, fertigten die Olympia-Dritten von Rio, Marcus Ellis/Chris Langridge, mit 21:18 und 21:10 ab – die Entscheidung. Da fiel es nicht weiter ins Gewicht, dass im Damen-Doppel Linda Efler/Isabel Herttrich (Lüdinghausen/Bischmisheim) Birch/Lauren Smith unterlagen.

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