Lauftreff Lüdinghausen
Halbmarathon: Neapel zeigt die „kalte Schulter“

Lüdinghausen -

„Bella Napoli“ – dass Neapel tatsächlich schön ist, kann Matthias Kleinert nun bestätigen. Doch die Stadt zeigte dem Halbmarathon-Läufer aus Lüdinghausen auch die „kalte Schulter“: Er kämpfte mit kühlen Temperaturen und Sturm.

Mittwoch, 13.03.2019, 19:00 Uhr
Bei ungewohnt kühlen Temperaturen nahmen die Teilnehmer die süditalienische Metropole unter die Laufschuhe.
Bei ungewohnt kühlen Temperaturen nahmen die Teilnehmer die süditalienische Metropole unter die Laufschuhe. Foto: privat

Gleich zwei Zehbrüche am Jahresende legten die kurzfristigen Pläne von Ausdauersportler Matthias Kleinert auf Eis. Der Athlet vom Lauftreff Lüdinghausen musste den Marrakesch-Halbmarathon im Januar absagen. Beim „Napoli City Half Marathon“ startete der Steverstädter nun mit Verspätung in die Saison.

Die Hoffnung des Münsterländers auf relativ frühlingshafte Bedingungen in Süditalien erfüllten sich dabei jedoch nicht. Eiskalte Temperaturen und ein heftiger Sturm begrüßten ihn in Neapel. Dennoch: „Die Sonne gab alles, und windgeschützt war es in der Tat traumhaft“, so Kleinert.

Die Fahrt vom Flughafen ins Hotel war „ein echtes Abenteuer. Wenn es eine Stadt geben würde, in der ich definitiv nicht Auto fahren würde, dann wäre es Neapel. Dagegen war Tunis harmlos“, berichtet der Lüdinghauser.

Gott sei Dank wollte er ja auch nicht Auto fahren, sondern Laufen. Der Startschuss zum Halbmarathon fiel um 9 Uhr morgens. Kleinert lief zunächst hinter dem Pacer für die Zeitvorgabe 1:50 Stunden, der unter Neapel-erfahrenen Läufern als „verrückten Giovanni“ bekannt sei. Da der Lüdinghauser jedoch ein wenig schneller war als der Italiener, setzte er sich automatisch nach und nach ab.

Wenn es eine Stadt geben würde, in der ich definitiv nicht Auto fahren würde, dann wäre es Neapel.

Matthias Kleinert

Bald konnten die Läufer einen Blick auf das Stadio San Paolo erhaschen, in dem Diego Maradona einst dem SSC Neapel zu Ruhm verholfen hatte. Am Bahnhof Campi Flegrei führte die Strecke über die Viale Giulio Cesare und den Straßentunnel Galleria Lazale direkt ans Meer. Dort wurden die Läufer „mit einem tollen Blick auf das Wasser belohnt, bekamen aber auch, da nicht mehr windgeschützt, die volle Wucht des Sturms ab. Man kann halt nicht alles haben“, so Kleinert.

Dann ging es entlang der Küste zum Castel dell‘Ovo, der ältesten erhaltenen Befestigung. Kurz darauf kam der königliche Palast Palazzo Reale in Sichtweite. Weiter ging es in Richtung Hafen mit den Anlegestellen für die Fähren nach Capri und Ischia sowie die Kreuzfahrtschiffe.

„Ziemlich genau bei Kilometer zehn wurde die Wende eingeleitet, und hier meldete sich pünktlich mein Oberschenkel zu Wort“, so Kleinert. Auf die aus einer Muskelverhärtung resultierenden Schmerzen war er aber vorbereitet. Nach einer kurzen Pause ging es mit weniger Tempo weiter.

Dann bog der Tross ins historische Zentrum der Stadt ein. Die Route führte die Läufer über den Kreisverkehr Piazza Giovanni Bovio am monumentalen Gebäude der Börse vorbei über die Via Agostino Depretis zurück zum Castel Nuovo. Entlang der Galleria Umberto I. führte die Strecke zur Piazza del Plebiscito, dem größten Platz in Neapel. „Hier schlägt das Herz der Stadt“, so Kleinert. Von dort ging es zurück auf die Uferpromenade und über die Viale Kennedy zum Zielbereich.

„Nach 1:55:25 Stunden konnte ich mein erstes Halbmarathonziel in 2019 erfolgreich verbuchen“, bilanzierte der Lüdinghauser, dessen Zeit zu Platz 3420 bei insgesamt 5531 reichte. In der Altersklassen-Wertung wurde Kleinert 683 unter 940 Finishern.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6468835?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35335%2F
Nähe zum Sport bleibt im Dunkeln
Im Zuge des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs an zwei Kindern wird auch die Nähe des Beschuldigten zum Sport diskutiert. Hier eine Beispielszene eines A-Jugendspiels aus Karlsruhe.
Nachrichten-Ticker