Badminton: DM
Doppelt bedient: Union Lüdinghausen verliert und muss Sonntag früh raus

Willich -

Beim Final Four um die Deutsche Meisterschaft hat Union Lüdinghausen das Halbfinale gegen Dauer-Champion BC Bischmisheim am Samstag mit 2:4 verloren. Auf zwei Unionisten war einmal mehr Verlass.

Samstag, 13.04.2019, 22:08 Uhr aktualisiert: 14.04.2019, 17:48 Uhr
Bezwang den Österreichischen Staatsmeister Luka Wraber in vier Sätzen: Kai Schäfer.
Bezwang den Österreichischen Staatsmeister Luka Wraber in vier Sätzen: Kai Schäfer. Foto: flo

Kampflos wollten sich Eva Janssens und Jelle Maas dann doch nicht ergeben. Die beiden ersten Durchgänge hatten die Lüdinghauser gegen Marvin Seidel /Isabel Herttrich, ein Mixed von wahrlich internationaler Güte, glatt verloren. Aber jetzt, im dritten Durchgang, da führten die Unionisten plötzlich mit 8:7. Ging da doch noch was für den Underdog? Nein, da ging nichts mehr. Die nächsten vier Ballpunkte gewannen die Bischmisheimer, die damit den 4:2-Erfolg des Serienmeisters über tapfere Steverstädter fix machten. Somit bestreiten der Titelverteidiger aus Saarbrücken und der TV Refrath morgen, 14 Uhr, beim Final Four um die Deutsche Meisterschaft das Endspiel. Während es für Lüdinghausen und den BV Mülheim (unterlag Refrath mit demselben Ergebnis) ab 10 Uhr um Platz drei geht – in einer Neuauflage des DM-Finales von 2014.

Maas/Zurwonne unter Wert geschlagen

„Oh nein“, stöhnte Yvonne Li, und es war nicht ganz klar, ob sie dem frühen Beginn der Partie so wenig abgewinnen kann oder dem „kleinen“ Finale an sich. Der jetzige Modus hat unter den Spielern kaum Fürsprecher, bereits 2020 soll es, wie in Willich zu hören war, kein Duell der beiden Halbfinalverlierer mehr geben.

Zurück zum Match am Samstag, das begann, wie es die über 100 mitgereisten Union-Fans insgeheim befürchtet hatten. Die in sämtlichen Doppeln exzellent besetzten Saarbrücker führten nach den ersten drei Duellen nahezu uneinholbar mit 3:0. Wobei insbesondere Maas/Josche Zurwonne trotz der Dreisatzniederlage gegen Seidel/Peter Käsbauer keinesfalls enttäuschten. In allen Durchgängen waren es Winzigkeiten, die den Ausschlag zugunsten der Bischmisheimer gaben. Womöglich fehlten Zurwonne, von einer schweren Erkältung halbwegs genesen, doch ein paar Körner. Obwohl sich der 30-Jährige „deutlich besser“ als im Viertelfinale am Dienstag in Bonn gefühlt habe.

Li/Linda Efler gewannen immerhin einen Satz gegen Herttrich/Olga Roj (vormals Konon), leisteten sich aber insgesamt „ein paar Fehler zu viel“, wie Lüdinghausens Nummer eins einräumte. Wirklich chancenlos waren nur Kai Schäfer und Roman Zirnwald in der Partie gegen die Altmeister Johannes Schöttler/Michael Fuchs.

Li souverän, Schäfer variabel

Dafür war auf Li und Schäfer in den Einzeln Verlass. Erst bezwang die amtierende Deutsche Meisterin ihre Vorgängerin Luise Heim ziemlich souverän, dann schlug die Nummer eins der Unionisten Luka Wraber in einem packenden Viersatzmatch. Schäfer agierte variabler als der Österreichische Staatsmeister, merkte hinterher aber selbstkritisch an, „dass ich phasenweise etwas zu hektisch war“. Die Freude über den zweiten Punkt des Tages währte indes nur kurz, Seidel/Herttrich machten nach gut viereinhalb Stunden den Deckel drauf.

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