Leichtathletik: Halbmarathon Bratislava
Stolperfallen in der Altstadt

Lüdinghausen -

21 Kilometer in der slowakischen Hauptstadt nahm der Lüdinghauser Matthias Kleinert unter die Laufschuhe. Dabei hatte Bratislava eine attraktive Strecke mit vielen Sehenswürdigkeiten zu bieten. Nur der Sad Janka Král‘a-Park machte Kleinert zu schaffen.

Montag, 22.04.2019, 14:06 Uhr
Zeigt stolz seine Medaille: Matthias Kleinert nach den über 21 Kilometern durch die slowakische Hauptstadt und Umgebung.
Zeigt stolz seine Medaille: Matthias Kleinert nach den über 21 Kilometern durch die slowakische Hauptstadt und Umgebung. Foto: privat

Zwischen Donau und kleinen Karpaten war Ausdauersportler Matthias Kleinert vom Lauftreff Lüdinghausen jetzt unterwegs – beim 14. Halbmarathon in der slowakischen Hauptstadt Bratislava über 21,1 Kilometer.

Um 9 Uhr früh begann der Lauf. Kurz darauf bog das Läuferfeld auf eine vierspurige Straße ab, die es aus der Stadt rausführte. Kurz vor Erreichen der Autobahn, nach rund zwei Kilometern, kam dann die Wende, und es ging wieder zurück – diesmal auf den anderen beiden Spuren der Piste. Die nächste vierspurige Ausfallstraße musste inklusive Wende für weitere fünfeinhalb Kilometer gelaufen werden. Anfangs noch im Stadtgebiet, wurden die Teilnehmer vom Publikum teils frenetisch gefeiert. Danach wurde es allerdings spürbar ruhiger.

Nach rund zwölf Kilometern erreichten die Läufer wieder die Stadtgrenze von Bratislava und näherten sich über die Spitálska-Straße der Altstadt. Dort passierten sie das Nationalmonument für den slowakischen Aufstand von 1944 gegen die beginnende Okkupation des Landes durch die deutsche Wehrmacht. Später durchliefen sie das Michaelertor, das einzig erhalten gebliebene Tor der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Die Panská-Straße erforderte dann die volle Aufmerksamkeit – das rund 200 Meter lange Kopfsteinpflaster bot so manche Stolperfalle.

Nach einer weiteren Kehre erreichte Kleinert das slowakische Nationaltheater und den Hviezdoslavovo Námestie, einen der größten und bekanntesten Plätze Bratislavas. Von dort ging es weiter Richtung Donau. Als diese erreicht war, fiel der Blick auf den Martinsdom und die Burg auf einem Ausläufer der kleinen Kaparten.

Über die Stary Most, die älteste Brücke Bratislavas, überquerte der Pulk den Fluss. Weiter ging es durch den Sad Janka Král‘a-Park, der nach einem slowakischen Dichter benannt ist. „Der Trip durch den Park schien kein Ende zu nehmen. Ab Kilometer 17 baute ich dann auch deutlich ab“, so Kleinert später. Kurz darauf ging es über die Stary Most wieder zurück, nicht ohne noch an der Wasserstation zu tanken. Nun musste der Pulk noch einmal bergan laufen, um den Scheitelpunkt der Brücke zu erreichen – von da an ging es nur noch bergab und weiter in das Neubauviertel Eurovea. Hier kündigten die ersten Fahnen das nahe Ziel an.

Das Publikum trieb die Meute an, noch einmal die letzten Reserven zu aktivieren. Das tat Kleinert denn auch und querte nach 1:46:37 Stunden die Ziellinie. Das bedeutete Gesamtplatz 1042, in der Altersklassen-Wertung Platz 297 und in der Wertung bei den Männern Platz 929.

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